Doppelpass - Kompatscher: „Übertriebener Alarm“

Rom (APA) - Der Südtiroler Landeshauptmann klagt über „übertriebenen Alarm“ in Zusammenhang mit der Entscheidung von ÖVP und FPÖ, die Wieder...

Rom (APA) - Der Südtiroler Landeshauptmann klagt über „übertriebenen Alarm“ in Zusammenhang mit der Entscheidung von ÖVP und FPÖ, die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler ins Regierungsprogramm aufzunehmen. „Dieser Medienrummel ist übertrieben“, so Kompatscher im Gespräch mit der italienischen Nachrichtenagentur ADNKronos.

Das Vorhaben der österreichischen Regierung, Südtirolern einen Doppelpass zu gewähren, müsse im europäischem Geist diskutiert werden. „Niemand stellt das Autonomiestatut infrage“, versicherte Kompatscher. „Wir sind die Brücke zwischen Nord- und Südeuropa. Mit dem Autonomiestatut haben wir eine Lösung gefunden, die heute ein Beispiel für das Zusammenleben ethnischer Gruppen ist“, sagte Kompatscher.

Für den Trentiner Landeshauptmann, Ugo Rossi, ist der Doppelpass eine „private Angelegenheit“, die mit der Zugehörigkeit jeder einzelner Person zusammenhängt. „Ich hoffe, dass die Frage des Doppelpasses nicht zu einer ethnischen Zählung der Sprachgruppen führt, was wir in diesem Moment, weder in Trentino, noch in Südtirol und auch nicht in Tirol und Österreich brauchen“, so Rossi.