Brandanschlag auf Parkplatz in Innsbruck vereitelt
Am Mitterweg in Innsbruck legte ein Unbekannter am Dienstag Feuer. Ein Passant konnte die Flammen an einem Auto mit einem Feuerlöscher rasch eindämmen.
Innsbruck – Knapp zwei Jahre nach dem Ende der ungeklärten Brandserie im Innsbrucker Rotlicht-Milieu beschäftigt erneut ein Anschlag die Kripo. Ein Brandanschlag, der nicht zum Erfolg führte – „das Feuer wurde früh entdeckt“, sagt Brandermittler Herbert Kahler: „Nach dem Löschen der Flammen war das Auto noch fahrbar.“ Ob auch dieser Pkw-Brand im Dunstkreis des Rotlicht-Milieus gelegt wurde, kann der Kriminalbeamte noch nicht beantworten.
Es war am Dienstag gegen 22.10 Uhr am Mitterweg, als MÜG-Mitarbeiter am Merkur-Parkplatz den Brand entdeckten. Ein Passant konnte die Flammen am Vorderreifen mit einem Feuerlöscher eindämmen. Den Rest erledigte die Feuerwehr. „Wir müssen von Brandstiftung – vermutlich mit einer brennbaren Flüssigkeit – ausgehen“, so Kahlers Urteil.
Der Anschlag erinnert in mehrerlei Hinsicht an die Brandserie im Rotlicht-Milieu, in deren Verlauf zwischen April 2015 und Februar 2016 13 Autos in Flammen aufgingen. Der Mitterweg galt damals als Zentrum des Straßenstrichs. Und der Merkur-Parkplatz wurde bereits im August 2015 zum Tatort, als das Auto eines Ungarn in Brand geriet. Am Dienstagabend traf es einen Pkw mit bulgarischen Kennzeichen. Auch damals waren mehrmals die Fahrzeuge von Bulgaren betroffen. „Von Verbindungen des Besitzers zum Rotlicht-Milieu ist uns diesmal nichts bekannt“, relativiert Kahler. Die Kripo ersucht jetzt Zeugen, verdächtige Beobachtungen am Dienstagabend am Mitterweg zu melden. (tom)