Europas Leitbörsen zur Eröffnung einheitlich im roten Bereich
Frankfurt am Main (APA) - Richtig Schwung ist an den europäischen Börsen am Mittwoch kurz vor dem Abschluss stehende US-Steuerreform nicht a...
Frankfurt am Main (APA) - Richtig Schwung ist an den europäischen Börsen am Mittwoch kurz vor dem Abschluss stehende US-Steuerreform nicht aufgekommen. Die Leitbörsen zeigten sich einheitlich im roten Bereich. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit minus 0,26 Prozent oder 9,48 Punkte bei 3.572,74 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,04 Prozent oder 5,42 Zähler auf 13.210,37 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,09 Prozent oder 6,99 Einheiten auf 7.537,10 Punkte.
Mit einer knappen Mehrheit hat der Senat die umstrittene Steuerreform der Republikaner verabschiedet. Bevor Trump das Gesetz unterzeichnen kann, muss allerdings das Repräsentantenhaus noch einmal darüber abstimmen, weil im ersten Gang mehrere Passagen gegen Verfahrensregeln verstießen. Es gilt aber als sicher, dass die erste Kammer des Kongresses den leicht abgeänderten Entwurf am Mittwoch erneut beschließen wird.
Unterdessen berät die Europäische Kommission nach zwei Jahren Dauerstreit mit Polen über Strafmaßnahmen gegen das Mitgliedsland. Die Brüsseler Behörde sieht in Justizreformen der nationalkonservativen Regierungspartei PiS eine Gefahr für die Rechtsstaatlichkeit und damit für Grundwerte der Europäischen Union. Der polnische Leitindex WIG-30 zeigte sich davon unbeeindruckt und tendierte um 0,3 Prozent höher bei 2.828,69 Punkten.
Bei den Schweizer Einzelwerten rücken die Aktien von ABB (minus ein Prozent) und Dufry (plus 4,8 Prozent) in den Fokus. Der Betreiber von Duty-Free-Shops Dufry hat einen neuen Großaktionär. So hat der US-Milliardär Paul E. Singer einen Anteil von 5,57 Prozent der Dufry-Aktien erworben. Unterdessen trennt sich der Industriekonzern ABB von verschiedenen Aktivitäten im Bereich Engineering, Procurement, Construction (EPC). Die Maßnahmen, um die Neuausrichtung des EPC-Geschäfts abzuschließen, betreffen drei von vier Divisionen.
An der Frankfurter Börse sorgt der Übernahmekampf um Stada für Gesprächsstoff. Die Haupteigner des Generikaherstellers, die Finanzinvestoren Bain und Cinven, ködern die restlichen Aktionäre mit einer neuer Offerte von 74,40 Euro je Anteilsschein. Dies entspricht genau dem Preis, den Aktionär Paul Singer und sein Hedgefonds Elliott gefordert hatten. Zuletzt wurde die Aktien mit einem Kursgewinn von über neun Prozent deutlich höher zu 88,95 Euro gehandelt. Sie hält sich schon seit September fast ausnahmslos über 80 Euro.
In London kamen Tabakkonzern British American Tobacco von ihren Vortagesgewinnen etwas zurück und verloren 0,8 Prozent. Zuvor hatte ein guter Analystenkommentar gestützt. An der Spitze im CAC-40 in Paris notierten Vivendi mit plus 1,25 Prozent.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA114 2017-12-20/10:01