Bezirk Imst

Silzer Weihnachtswunder beschert wieder freie Sicht

Vereiste Scheiben, zu kleine Stufen auf den Tribünen, sodass der Hintermann nichts sieht: Den Silzer Eishockeyfans wurde einiges abverlangt.
© Paschinger

Im Vorjahr wurde die Silzer Eisarena um 500.000 Euro umgebaut. Statt großer Freude gab es bislang fast nur Ärger mit der Anlage.

Von Alexander Paschinger

Silz –Aufatmen bei den Funktionären der Silzbulls: Gestern Mittwoch wurden die Tribünen aufgestockt. Damit steht zumindest einmal fest, dass die Zuschauer bei Eishockeyspielen wieder über den Vordermann sehen und die Spiele auch wirklich verfolgen können. Tatsächlich wurde so manchem Fan in den vergangenen Wochen die Freude am Sport vergällt: Von den ansonsten rund 300 Zuschauern kamen „beim letzten Heimspiel gerade einmal 52“, bestätigt der Obmann der Silzbulls, Erwin Althaller.

Gestern wurde die Konstruktion adaptiert.
© Silzbulls/Althaler

Dabei sollte seit einem Jahr alles perfekt sein: Ein Sportstättenplaner wurde engagiert, die Sanierung der Anlage ausgeschrieben. „Gut 500.000 Euro haben wir investiert“, erklärt der Silzer Bürgermeister Helmut Dablander. Doch eine Panne folgte der nächsten.

Begonnen hatte alles mit Problemen bei den Kühlschläuchen. Dann brach auch der Asphalt, weil der Frostkoffer darunter zu wenig tief ausgehoben und ausgetauscht worden war. „Das haben wir aber im Griff“, beteuert Dablander. Es gibt nur noch eine Hebung von zwei Zentimetern, was mit dem Eis ausgeglichen werden könne.

Neu mussten auch die Banden und darüber das Schutzglas gemacht werden. Das Problem tauchte recht plötzlich auf: Offensichtlich beschlagen bei entsprechender Luftfeuchtigkeit die Scheiben und vereisen, weshalb es keine Sicht auf die Eisfläche gibt. Hier gehen die Meinungen der Gemeinde und der liefernden Firma, der Reuttener AST, auseinander. Während der CEO der AST, Klaus Schiffer, betont, dass sich „Scheiben im Freien immer beschlagen können“, ist Dablander der Meinung, der AST-Verkäufer habe nicht richtig aufgeklärt.

Tatsache ist, Silz musste Tribünen für die Zuschauer anmieten. Aber: Die gelieferte Konstruktion erlaubte keine Sicht von hinten. Gestern wurde die Tribüne umgebaut. „Wir haben beim Land um Unterstützung angefragt“, so der Bürgermeister, der aber auch die AST „in die Pflicht nehmen will. Bei entsprechender Beteiligung der AST kaufen wir die Tribüne.“ Kostenpunkt: 60.000 Euro.

Schiffer wiederum sieht keine Schuld bei der Firma: „Wir haben geliefert, was ausgeschrieben wurde.“ Er will sich aber die Vorstellungen der Gemeinde anhören.

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