Raiba zieht im Lechtal die Reißleine
Die Bankstellen Steeg, Holzgau, Bach und Häselgehr der Raiba Oberlechtal werden am 26. Jänner geschlossen, Elbigenalp bleibt.
Von Helmut Mittermayr
Elbigenalp –In Zeiten eines sich stark verändernden Finanzmarktes (Minuszinsen), stark expandierenden Online-Bankings, stark abnehmenden Schaltergeschäfts sowie steigender sicherheitstechnischer und struktureller Anforderungen an Bankinstitute ist auch das Lechtal keine Insel der Seligen geblieben. Aufsichtsrat und Vorstand der selbstständigen Raiffeisenbank Oberlechtal haben sich vor Kurzem entschlossen, auf die neuen Bedingungen zu reagieren – und die Reißleine zu ziehen. Fünf Bankstellen werden mit 26. Jänner 2018 auf eine einzige in Elbigenalp zusammengezogen. Die Bankstellen Steeg, Holzgau, Bach und Häselgehr schließen. Die Kunden wurden und werden dieser Tage über die Änderungen informiert. Alle acht Mitarbeiter wären weiter beschäftigt gewesen, erklärt Geschäftsleiter Florian Degasperi auf TT-Nachfrage. Ein Angestellter scheide jedoch freiwillig aus.
Die Raiba Oberlechtal gehört mit einer Bilanzsumme von 50 Millionen Euro zu den kleineren „Playern“ am Markt. Die benachbarte Raiba Reutte verfügt vergleichsweise über eine Bilanzsumme von 600 Millionen Euro und ein Kundengeschäftsvolumen von zwei Milliarden Euro. Die benutzten Immobilien der Raiba Oberlechtal waren teils im Besitz der Bank, teils von Gemeinden gemietet. Über die Abwicklung in dieser Frage gibt es noch keine Überlegungen, so kurzfristig fiel die Stilllegungsentscheidung. An den Bankstellen Steeg, Holzgau, Bach und Häselgehr wird es weiterhin Bankomaten geben. In Elbigenalp neben Bankomat auch Kontoauszugsdrucker, Tag- und Nachttresor sowie Sparbuch- und Safeschließfächer.