Trinkwasser beschäftigt Bucher weiter
Von Angela Dähling...
Von Angela Dähling
Buch –Die Vorschreibung von Schulbeiträgen für sprengelfremde Kinder, die künftige Wasserversorgung und die Gelder für die Mitglieder der Agrargemeinschaft beschäftigen den Bucher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
Wobei zu Beginn GR Dietmar Ritzberger (Freie Bürgerliste) mahnte, Gemeinderatssitzungen seien keine Talkshows und sollten nicht zu einer Bühne verkommen. Beifallsbekundungen der Zuhörer seien daher zu unterlassen. Kritisiert wurde auch, dass das Sitzungsprotokoll erst nach drei Monaten ausgehändigt wurde. Versöhnliche Töne schlug Ritzbergers Listenkollege Hannes Röck an. Er präsentierte sachlich, was welche Wasserversorgungsvariante die Gemeinde kosten würde. Wie berichtet, muss u. a. wegen der Antimonbelastung der Blaiknerquelle nach neuen Wegen für die Trinkwasserversorgung gesucht werden.
Die Frage, ob es günstiger ist, sich von Jenbach mit Wasser beliefern zu lassen oder das eigene Wasser mit einer Aufbereitungsanlage zu reinigen, war Thema einer Variantenstudie. Ergebnis: Mit 437.000 bzw. 427.000 Euro ist beides etwa gleich teuer.
BM Marion Wex informierte, dass das Jenbacher Wasser ausgezeichnete Werte aufweise, hingegen bei einer Beprobung des Bucher Wassers im November der Antimonwert beim Tiefbrunnen mit 6,5 Mikrogramm den Richtwert (5 Mikrogramm) bereits überschritten habe und gerade noch in die Toleranzzone falle. Das sei in der Kostenfrage zusätzlich zu berücksichtigen. Zudem gebe es keine Aufbereitungsanlage in der notwendigen Größenordnung, um Erfahrungswerte zu erhalten. Die Gemeinde wartet nun auf eine Stellungnahme vom Land.
Was die Vorschreibung von Schulbeiträgen für sprengelfremde Kinder anbetrifft, wurde seitens der Aufsichtsbehörde festgestellt, dass die ersten Vorschreibungen (unterschrieben von VBM Wallner) an Jenbach um 3361,52 Euro und an Gallzein um 3637,36 Euro zu hoch waren. Die korrigierte Rechnung (von BM Wex unterschrieben) für Jenbach war preislich korrekt, für Gallzein fiel sie um 3085,68 Euro zu niedrig aus. Laut Markus Mayr (Überprüfungsausschuss) sei inzwischen alles bereinigt. Kritik übte er am Altbürgermeister, weil dieser als Substanzverwalter der Agrargemeinschaft drei Jahre lang nicht zu Jahreshauptversammlungen geladen habe und Mitglieder so hinsichtlich ihres Brenn- und Nutzholzes im Unklaren gelassen habe. Das Geld für Schadholz im Wert von 10.800 Euro soll laut Mayr als nunmehrigem Substanzverwalter bis auf 700 Euro für die Gemeinde an die Agrarier ausbezahlt werden.