Leitbörsen in Fernost schließen kaum bewegt

Tokio (APA) - An den fernöstlichen Börsen hielt sich am Mittwoch die Begeisterung über die kurz vor dem Abschluss stehende US-Steuerreform i...

Tokio (APA) - An den fernöstlichen Börsen hielt sich am Mittwoch die Begeisterung über die kurz vor dem Abschluss stehende US-Steuerreform in Grenzen. Die Kurse bewegten sich kaum. „Die Frage ist, ob die US-Wirtschaft die steuerlichen Anreize überhaupt braucht“, merkte Stratege Michael Hewson von CMC Markets mit Blick auf ein starkes Wachstum und eine niedrige Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten an.

Der Nikkei-225 Index schloss mit plus 23,72 Punkten oder 0,10 Prozent bei 22.891,72 Zählern. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 19,57 Zähler (minus 0,07 Prozent) auf 29.234,09 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 8,93 Punkte oder 0,27 Prozent auf 3.287,61 Punkte.

Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 33.777,55 Zählern mit minus 59,19 Punkten oder 0,17 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 4,7 Zähler oder 0,08 Prozent auf 6.167,90 Einheiten.

Mit einer knappen Mehrheit hatte der US-Senat am Morgen die umstrittene Steuerreform der Republikaner verabschiedet. US-Präsident Donald Trump steht damit unmittelbar vor der größten Errungenschaft seiner bisherigen Amtszeit. Bevor er das Gesetz unterzeichnen kann, muss allerdings wegen einer Panne im Verfahren das Repräsentantenhaus noch einmal darüber abstimmen. Es gilt aber als sicher, dass hierbei grünes Licht gegeben wird.

Bei den japanischen Einzelwerten rückten Toyota und Subaru in den Fokus. Der japanische Automobilhersteller Toyota hat sich für das kommende Jahr einen Rekordabsatz von weltweit 10,5 Millionen Autos vorgenommen. Das wäre ein leichter Zuwachs im Vergleich zu diesem Jahr mit geschätzt 10,4 Millionen Autos. Toyota-Titel stiegen um 0,8 Prozent.

Mögliche Manipulationen bei internen Fahrzeugchecks bei Subaru haben die Aktien des japanischen Autobauers am Mittwoch unter Druck gesetzt. Die Titel fielen an der Börse in Tokio um rund sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit Juli 2016.

Im Hang Seng schoben sich die Papiere von Want Want China mit einem Aufschlag von 5,6 Prozent an die Spitze des Index. Mit Kursverlusten von über zwei Prozent präsentierten sich die Aktien von Country Garden am Ende der Kurstafel.