Europas Leitbörsen befinden sich zu Mittag im Feiertagstrott
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen befinden sich schon im Feiertagstrott und haben am Mittwoch im Verlauf überwiegend mit...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen befinden sich schon im Feiertagstrott und haben am Mittwoch im Verlauf überwiegend mit leichten Kursverlusten notiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 15,11 Einheiten oder 0,42 Prozent auf 3.567,11 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 13.165,48 Punkten und minus 50,31 Einheiten oder 0,38 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 6.790,18 Zähler oder 90,01 Prozent und steht nun bei 753,91 Stellen.
Die Europäische Union präsentiert sich im Kampf gegen Billigimporte fortan wehrhafter. Mit am Mittwoch in Kraft tretenden Regeln, unter anderem zur Berechnung von Schutzzöllen, sollen heimische Unternehmen vor unfairem Wettbewerb geschützt werden. Die neue Neuregelung trifft vor allem China.
Unterdessen berät die Europäische Kommission nach zwei Jahren Dauerstreit mit Polen über Strafmaßnahmen gegen das Mitgliedsland. Die Brüsseler Behörde sieht in Justizreformen der nationalkonservativen Regierungspartei PiS eine Gefahr für die Rechtsstaatlichkeit und damit für Grundwerte der Europäischen Union. Der polnische Leitindex WIG-30 zeigte sich davon unbeeindruckt und tendierte um 0,3 Prozent höher bei 2.828,69 Punkten.
Während die Deutsche Post im Euro-Stoxx-50 mit über einen Prozent den Spitzenplatz belegte, mussten vor allem Werte der Telekommunikationsbranche Federn lassen. Folglich gaben Freenet, Orange und Telefonica über ein Prozent ab. Telekom Italia fielen um 1,8 Prozent.
Bei den Schweizer Einzelwerten rückten die Aktien von ABB (plus 0,04 Prozent) und Dufry (plus 3,1 Prozent) in den Fokus. Der Betreiber von Duty-Free-Shops Dufry hat einen neuen Großaktionär. So hat der US-Milliardär Paul E. Singer einen Anteil von 5,57 Prozent der Dufry-Aktien erworben. Unterdessen trennt sich der Industriekonzern ABB von verschiedenen Aktivitäten im Bereich Engineering, Procurement, Construction (EPC). Die Maßnahmen, um die Neuausrichtung des EPC-Geschäfts abzuschließen, betreffen drei von vier Divisionen.
An der Frankfurter Börse sorgte der Übernahmekampf um Stada für Gesprächsstoff. Die Haupteigner des Generikaherstellers, die Finanzinvestoren Bain und Cinven, ködern die restlichen Aktionäre mit einer neuer Offerte von 74,40 Euro je Anteilsschein. Dies entspricht genau dem Preis, den Aktionär Paul Singer und sein Hedgefonds Elliott gefordert hatten. Zuletzt wurde die Aktien mit einem Kursgewinn von knapp neun Prozent deutlich höher zu 88,44 Euro gehandelt. Sie hält sich schon seit September fast ausnahmslos über 80 Euro.
In London kamen Tabakkonzern British American Tobacco von ihren Vortagesgewinnen etwas zurück und verloren 1,03 Prozent. Zuvor hatte ein guter Analystenkommentar gestützt. Hingegen zogen Mondi um 3,5 Prozent höher.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA268 2017-12-20/12:55