Branchenallianz: E-Mobilität muss nun auf die Straße gebracht werden

Wien (APA) - Die Maßnahmen für das Vorantreiben der E-Mobilität müssen nun konkretisiert und auf die Straße gebracht werden, betont die E-Mo...

Wien (APA) - Die Maßnahmen für das Vorantreiben der E-Mobilität müssen nun konkretisiert und auf die Straße gebracht werden, betont die E-Mobilitätsallianz Austrian Mobile Power anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen 10-Punkte-Programms. Lob gibt es für das Regierungsprogramm. Bedarf sieht die Branchenallianz für einen E-Mobilitätsbeauftragten in der neuen Regierung.

„Erfreulich ist, dass das neue Regierungsprogramm einige unserer Ansätze enthält und dabei vor allem die Notwendigkeit der Technologieoffenheit bei Forschung, Entwicklung und Förderung erkannt hat“, so Geschäftsführer Heimo Aichmaier am Mittwoch in einer Pressemitteilung. „Strategiepapiere haben wir schon genug. Jetzt gilt es, die Maßnahmen zu konkretisieren und auf die Straße zu bringen.“

E-Mobilität sei mehr als ein Elektroauto, sie sei ein Veränderungstreiber im Mobilitätssystem, dessen Aufbau ganzheitlich betrachtet und zentral gesteuert werden müsse, so die E-Mobilitätsallianz, der 36 Unternehmen und Institutionen angehören. Daher sehe man den Bedarf eines E-Mobilitätsbeauftragten der neuen Bundesregierung, der das Zukunftsthema hinsichtlich notwendiger Forschungs- und Umsetzungsaufgaben ressortübergreifend koordiniert, branchenübergreifende Expertise einholt und im Sinne nationaler wie internationaler Zielsetzungen vorantreibe.

Bis 2030 könnten durch den Ausbau der E-Mobilität in der heimischen Autobranche bis zu 33.900 Jobs und 3,1 Mrd. Euro Wertschöpfung geniert werden, wird auf eine Studie aus dem Jahr 2016 Studie verwiesen. Dies gelte es auszuschöpfen und durch die Senkung der Lohnnebenkosten für Beschäftigte im Bereich der E-Mobilität eine Entwicklung in diese Richtung anzustoßen, heißt es in der heutigen Pressemitteilung. Notwendig sei auch eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsoffensive. Neben dem weiteren Aufbau der Ladeinfrastruktur müsse es auch eine Qualitätsoffensive bei bestehenden Ladesäulen geben. Längst überfällig sei auch monetäre und steuerliche Gleichstellung von allen E-Fahrzeugen - von Plug-in Hybriden bis zum Wasserstoff-Elektrofahrzeug.

Bei der Gesetzgebung sieht man Novellierungsbedarf in der Bauordnung, im Wohnungseigentum- und Mietrechtsgesetz sowie auch im Gewerberecht. Die erforderliche zeitgemäße Anpassung der Legistik werde im Regierungsprogramm zumindest hinsichtlich des wohnzivilrechtlichen Bereichs schon angesprochen, so Aichmaier. „Wir wünschen uns in Bezug auf die E-Mobilität mehr Innovationsfreundlichkeit von der neuen Bundesregierung. Das aktuell vorliegende Programm zeigt in vielen Punkten jedenfalls schon in die richtige Richtung.“