US-Börsen kommen zur Eröffnung kaum vom Fleck

New York (APA) - Die Zurückhaltung der Anleger an den US-Börsen des Vortages hat sich auch zur Eröffnung am Mittwoch fortgesetzt. Gegen 15.4...

New York (APA) - Die Zurückhaltung der Anleger an den US-Börsen des Vortages hat sich auch zur Eröffnung am Mittwoch fortgesetzt. Gegen 15.45 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index um 2,59 Einheiten oder 0,01 Prozent auf 24.752,16 Zähler. Der S&P-500 Index stieg um 0,26 Punkte oder 0,01 Prozent auf 2.681,73 Zähler. Der Nasdaq Composite Index fiel um 11,01 Punkte oder 0,16 Prozent auf 6.952,84 Einheiten.

Auf die US-Steuerreform - wenngleich diese auch immer noch nicht in ganz trockenen Tüchern ist - hätten die Märkte bereits ausreichend reagiert, erklärte eine Goldman-Sachs-Analystin. CMC-Markets-Analyst Michael Hewson geht davon aus, dass angesichts des Gesetzespakets und der zwei Jahre andauernden Rally noch kein Ende bei den Kurszuwächsen abzusehen ist.

„Das US-Steuersystem braucht ohne Zweifel ein Update“, schrieb Hewson in einem Marktkommentar. „Vielmehr stellt sich aber die Frage, ob die US-Wirtschaft in einer Zeit, wo sie sowieso schon stark wächst und die Arbeitslosenzahlen niedrig sind, gerade diesen fiskalischen Stimulus braucht.“ Kern des 500 Seiten starken Entwurfes ist eine massive Senkung der Ertragsteuer für Unternehmen von 35 auf 21 Prozent.

Impulse könnten am Nachmittag Daten vom US-Häusermarkt liefern.

Bei den Einzelwerten stiegen die Aktien des kanadischen Smartphone-Pioniers Blackberry um über 13 Prozent an. Im dritten Geschäftsquartal hat das Unternehmen die Umsatz- und Gewinnerwartungen übertroffen und verdankt das unter anderem neuen öffentlichen Aufträgen im Software-Bereich.

Hingegen verloren die Papiere von General Mills um 1,3 Prozent. Obwohl im zweiten Geschäftsquartal der Lebensmittelhersteller, von dem etwa die in den USA beliebten „Cheerios“ stammen, nach Längerem wieder ein Umsatzwachstum verzeichnen konnte. Zudem lagen die Gewinne auf Höhe der Analystenerwartungen.

Gleichermaßen gefragt waren auch die Papiere vom Paketdienst FedEx, der seine Gewinnprognose nach einem besser als erwartet ausgefallenen zweiten Geschäftsquartal angehoben hat. JPMorgan-Analyst Brian Ossenbeck schrieb im Anschluss von einem „robusten Quartal im Expressgeschäft“. Die Aktie stieg um über drei Prozent.

Auch Alcoa-Papieren legten um 2,8 Prozent zu. Die Schweizer Bank Credit Suisse hatte den Aluminiumhersteller zuletzt von „Neutral“ auf „Outperform“ hochgestuft und das Kursziel von 42 auf 61 US-Dollar angehoben. Die Aktie könnte 2018 in den marktbreiten Leitindex S&P 500 aufgenommen werden, schrieb Analyst Curt Woodworth in einer Studie. Zusammen mit der Aussicht auf gute Kapitalrückflüsse sorge dies für eine attraktive Bewertung.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA424 2017-12-20/15:54