US-Steuerreform - DIHK bewertet Reform positiv
Berlin/Washington (APA/Reuters) - In der deutschen Wirtschaft lösen die geplanten US-Steuersenkungen auch Beifall aus. Der Deutsche Industri...
Berlin/Washington (APA/Reuters) - In der deutschen Wirtschaft lösen die geplanten US-Steuersenkungen auch Beifall aus. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bewertet die Reform „unterm Strich positiv“, wie DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier deutlich machte. „Sie entlastet auch deutsche Unternehmen in den USA“, sagte er am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.
Treier verwies darauf, dass deutsche Firmen dort so viel wie in keinem anderen Staat außerhalb ihres Heimatlandes investieren und dort 700.000 Arbeitsplätze geschaffen haben: „Das dürften jetzt mehr werden. Das dürfte auch die Investitionen anregen und außerdem kurzfristig zumindest der US-Konjunktur noch einen Schub geben“, sagte Treier. Die Steuerreform mache letztlich den Standort USA attraktiver: „Wir sollten bei Unternehmenssteuerreformen in Deutschland jetzt auch nachziehen“, forderte der Außenhandelsexperte.
Die tiefgreifende Steuerreform von US-Präsident Donald Trump ist auf der Zielgeraden. Bevor sie in Kraft treten kann, musste sie am Mittwoch im US-Repräsentantenhaus die letzte Hürde nehmen. Zuvor hatte bereits der Senat das Prestige-Projekt des Präsidenten abgenickt. Die Unternehmenssteuern werden ab Jänner auf 21 Prozent von bisher 35 Prozent gesenkt. In Deutschland liegt die Körperschaftsteuer bei 15 Prozent. Hinzu kommen noch rund 14 Prozent an Gewerbesteuer und der Soli.
Die Pläne lösen in der deutschen Wirtschaft allerdings nicht nur ein positives Echo aus, sondern auch Verunsicherung. So hatte der Außenhandelsverband BGA darauf hingewiesen, dass manche Firmen sich nun auf Wettbewerbsnachteile einstellen müssen.