Berichte: Russland übte mit Manöver Sapad Angriff auf Baltikum
Brüssel/Moskau (APA/dpa) - Russland hat mit dem umstrittenen Großmanöver Sapad (Westen) nach Ansicht westlicher Militärexperten keine Terror...
Brüssel/Moskau (APA/dpa) - Russland hat mit dem umstrittenen Großmanöver Sapad (Westen) nach Ansicht westlicher Militärexperten keine Terrorabwehr, sondern einen Angriff auf NATO-Mitglieder geübt. „Bei Sapad ist klar für einen großen zwischenstaatlichen Konflikt trainiert worden“, sagte eine NATO-Sprecherin am Mittwoch in Brüssel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die „Bild“-Zeitung berichtete unter Berufung auf nicht genannte westliche Geheimdienstler, bei dem russisch-weißrussischen Manöver sei es um einen Angriff auf die baltischen Staaten gegangen. Nach diesen Angaben wurden mit Flügen von Langstreckenbombern über Nord- und Ostsee potenziell auch Attacken auf Deutschland, Polen, die Niederlande und die skandinavischen Länder simuliert.
Das Manöver fand vom 14. bis 20. September statt. Als Ziel hatte Russland angegeben, geübt werde die Abwehr von Terroristen in einem fiktiven Kleinstaat im Westen Weißrusslands. Eingesetzt wurden nach Moskauer Angaben 12 700 Soldaten, nach westlichen Schätzungen waren es tatsächlich 60.000 bis 80.000.
~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA465 2017-12-20/17:21