Wiener Börse

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 11,82 Punkte oder 0,35 Prozent auf 3.408,81 Einheiten. Z...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 11,82 Punkte oder 0,35 Prozent auf 3.408,81 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,09 Prozent, DAX/Frankfurt -1,22 Prozent, FTSE/London -0,25 Prozent und CAC-40/Paris -0,67 Prozent.

Über weite Strecken des Handelstags hatte sich der heimische Leitindex dem schwachen europäischen Börsenumfeld entzogen und etwas höher tendiert. Nachdem aber auch die Eröffnung an der Wall Street verhalten ausgefallen war, rutschte der heimische Leitindex im Späthandel in die Verlustzone.

„‘Sell on Good News‘ lautete heute die Devise, und so folgten nach der Zustimmung des US-Senats zur größten Steuerreform in den USA seit den 1980ern Gewinnmitnahmen auf die in den vergangenen Monaten verteilten Vorschusslorbeeren“, kommentierte der Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets das Marktgeschehen. Das Repräsentantenhaus muss aus verfahrenstechnischen Gründen zwar noch einmal über den Gesetzesentwurf abstimmen, dies dürfte allerdings bereits heute geschehen und eine reine Formsache sein. Die Republikaner verfügen im Repräsentantenhaus über eine deutlichere Mehrheit als im Senat, wo der Entwurf auch nur knapp mit 51 von 100 Stimmen angenommen wurde.

Stärkster Wert im ATX waren die Aktien der OMV (plus 1,51 Prozent auf 53,02 Euro). Der Öl- und Gaskonzern hat mit Qatargas einen Vertrag über die Lieferung von Flüssiggas (LNG) abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Qatargas über fünf Jahre jährlich bis zu 1,1 Millionen Tonnen Flüssiggas an die OMV liefert. Zudem hat OMV-Chef Rainer Seele angekündigt, dass das Unternehmen seine Strategie künftig nicht mehr so stark wie bisher auf das Geschäft in Europa fokussieren wolle, sondern eine weitere Internationalisierung vorantreiben wolle.

Ebenfalls aufwärts ging es für die Titel der Porr, die 0,89 Prozent auf 27,91 Euro zugelegten. Der Baukonzern errichtet im deutschen Nordrhein-Westfalen eine Brücke über den Rhein. Das Auftragsvolumen für den Abbruch, den Neubau und die Erweiterung der Autobahnbrücke in Leverkusen entlang der A1 Dortmund/Koblenz beträgt 362 Mio. Euro.

Zu den größten Verlierern gehörten hingegen Strabag mit einem Minus von 3,25 Prozent auf 33,20 Euro. Damit profitierten die Titel des Baukonzerns nicht von einem neuen Auftrag in Ungarn. Die Strabag errichtet den ersten, 8,6 Kilometer langen Abschnitt der Schnellstraße R76 von Zalaegerszeg bis zur Autobahn M7. Das Auftragsvolumen beträgt umgerechnet rund 125 Mio. Euro.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA480 2017-12-20/17:50