Aus verschmähter Liebe geschossen: Finale in Prozess um Mordversuch
Wien (APA) - Am Landesgericht für Strafsachen geht am Donnerstag ein Schwurprozess gegen einen 45-jährigen Mann ins Finale, der in der Nacht...
Wien (APA) - Am Landesgericht für Strafsachen geht am Donnerstag ein Schwurprozess gegen einen 45-jährigen Mann ins Finale, der in der Nacht auf den 19. Februar 1997 in einem Lokal in Wien-Landstraße aus unerwiderter Liebe auf eine Kellnerin geschossen haben soll. Der Angeklagte, dem versuchter Mord angelastet wird, hatte sich beim Verhandlungsauftakt Ende August mit einem Schießunfall verantwortet.
Er behauptet, er habe die Frau „erschrecken“ wollen, nachdem diese ihn beleidigt hätte. Er habe darauf eine Pistole gezogen und an ihr vorbeischießen wollen, die Frau aber versehentlich am Ellenbogen getroffen. Der zweite Schuss - das Projektil drang der Kellnerin in den Bauch - hätte sich gelöst, als er über den Schanktisch kletterte. Ein vom Gericht beigezogener Schießsachverständiger soll nun klären, ob sich diese Darstellung mit der objektivierten Spurenlage in Einklang bringen lässt.