Das bringt 2018 - Vier Landtagswahlen und Innsbrucker Regionalwahlen

Wien/St. Pölten/Innsbruck (APA) - Ein Duell zwischen SPÖ und FPÖ in Kärnten bringt das Wahljahr 2018. Für die Grünen wird nicht nur die dort...

Wien/St. Pölten/Innsbruck (APA) - Ein Duell zwischen SPÖ und FPÖ in Kärnten bringt das Wahljahr 2018. Für die Grünen wird nicht nur die dortige Landtagswahl, sondern auch jene in Salzburg, Tirol und Niederösterreich zeigen, wie es nach dem Abschied aus dem Nationalrat weitergeht. Die drei ÖVP-Landeschefs in NÖ, Salzburg und Tirol können damit rechnen, im Amt zu bleiben.

2018 wäre ein „Superwahljahr“ geworden, wäre die Nationalratswahl nicht um ein Jahr vorgezogen worden. Durchzuführen sind 2018 allerdings die vier Landtagswahlen und die Kommunalwahl in Innsbruck. Und auch sie wurden zum Teil vorgezogen - hat die ÖVP doch bei der NR-Wahl einen großen Erfolg feiern können.

So gibt es nächstes Jahr zwei ungewöhnliche Winterwahlgänge in ÖVP-geführten Bundesländern: In Niederösterreich wird zum ersten Mal (bei bisher 140 Wahlen in den neun Ländern) ein Landtag im Jänner - am 28. - gewählt. Im Februar wurde erst dreimal gewählt, Tirol mit Termin 25. Februar 2018 fügt Nummer 4 hinzu. Kärnten ruft ganz regulär am 4. März zu den Urnen, Salzburg nur wenig vorgezogen am 22. April. An diesem Tag wählen auch die Innsbrucker die Gemeinderäte und den Bürgermeister.

Besonders spannend wird 2018 für die Grünen, denn in Tirol, Kärnten und Salzburg stehen drei ihrer (mit Vorarlberg und Wien) fünf Regierungsbeteiligungen am Prüfstand. Für die bei der Nationalratswahl erfolgreichen NEOS wird sich zeigen, ob sie sich in den Ländern verankern können. Bisher sitzen sie erst in Vorarlberg und Wien im Landtag. Die Liste Pilz lässt die NÖ-Wahl aus; über die anderen Länder wird erst entschieden.

In Kärnten geht es für die SPÖ darum, eine - nach Nationalrat und Salzburg-Stadt - nächste große Niederlage zu verhindern. Dort hat sie sich 2013 bei erdrutschartigen Verlusten der skandalgeschüttelten Blauen erstmals seit 1994 wieder Platz 1 geholt, Peter Kaiser wurde der erste SPÖ-Landeshauptmann seit 1989 und regiert seither gemeinsam mit ÖVP und Grünen. Bei der NR-Wahl war aber wieder die FPÖ Erste im südlichsten Bundesland.

Bei den anderen drei Wahlen geht es für drei ÖVP-Landeshauptleute - mit größten Erfolgschancen - darum, ihre Vormacht zu verteidigen: In Niederösterreich schlägt Johanna Mikl-Leitner, die heuer Erwin Pröll ablöste, ihre erste Wahl als Landeshauptfrau. Im traditionell schwarzen Tirol geht Günther Platter am 25. Februar in seine zweite Wahl. Und in Salzburg tritt Wilfried Haslauer an, den 2013 zurückgeholten Landeshauptmannsessel zu verteidigen.

~ Wahlkalender 2018: - 28. 1. Landtag Niederösterreich - 25. 2. Landtag Tirol - 4. 3. Landtag Kärnten - 22. 4. (voraussichtlich) Landtag Salzburg - 22. 4. GR und BM Innsbruck ~ ( 0707-17, 88 x 102 mm - im AOM am 20. November 2017)