Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstag im Frühhandel mit etwas schwächerer Tendenz gezeigt. Der Euro-St...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstag im Frühhandel mit etwas schwächerer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.25 Uhr mit minus 0,48 Prozent bei 3.535,49 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,39 Prozent auf 13.018,50 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,04 Prozent auf 7.522,40 Punkte knapp behauptet.

Nach den jüngsten Kursverlusten zeigten sich die europäischen Aktienmärkte auch im heutigen Frühhandel überwiegend leicht im roten Bereich. Zuletzt hatte vor allem der stärkere Euro belastet. Heute Vormittag zeigte sich die Gemeinschaftswährung nur wenig bewegt.

Die Übersee-Börsen hatten keine klaren Vorgaben geliefert. Der Erfolg des US-Präsidenten Donald Trump bei seinen versprochenen Steuererleichterungen war Marktexperten zufolge längst in die Kurse eingepreist. Mit der finalen Abstimmung im Kongress sind sie am Vorabend beschlossene Sache geworden.

Überbewerten wollen Experten die jüngsten Schwankungen am Aktienmarkt jedoch nicht. „Die vergangenen Handelstage haben gezeigt, dass sich viele Akteure schon in das Jahresende verabschiedet und ihre Bücher zugemacht haben“, sagte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. In solchen Zeiten komme es immer wieder zu schwer vorhersehbaren Bewegungen.

Der Fokus der Anleger richtet sich heute auf Spanien, wo Neuwahlen in Katalonien stattfinden. Auf der Konjunkturseite warten die Investoren auf einige Daten aus den USA. Dabei dürfte vor allem der Philly-Fed-Index die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zudem finden sich auch Hauspreisdaten sowie der Index der Frühindikatoren auf der Agenda.

Ein Branchenvergleich zeigte Versorger und Finanzwerte unter den größeren Verlierern. Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 büßten Deutsche Bank 1,56 Prozent ein. Axa gaben um 0,95 Prozent nach und Societe Generale verloren 0,7 Prozent an Wert.

In Frankfurt litten Aktien der Commerzbank etwas unter nachlassender Übernahmefantasie und tendierten 0,9 Prozent schwächer. Ein Händler wertete es leicht negativ für die Stimmung, dass ein weiterer Kandidat einer möglichen Übernahme des Frankfurter Geldhauses vorerst eine Absage erteilt. Nun schließt die italienische Großbank UniCredit einen solchen Schritt zumindest auf kurze Sicht aus. Die Aktien der UniCredit zeigten sich im Frühhandel 0,7 Prozent leichter.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA151 2017-12-21/09:33