Keine Entscheidung über neue Freizeitanlage
Die Zukunft des Schwimmbades Westendorf steht weiter in den Sternen. Im kommenden Jahr soll aber ein Projekt erarbeitet werden.
Von Harald Angerer
Westendorf –Es grüßt in Westendorf zwar nicht täglich das Murmeltier, aber alljährlich das Schwimmbad. Die Anlage ist in die Jahre gekommen und seit Jahren wird über die Zukunft des Bades diskutiert. Mit dem Ergebnis, dass die Anlage jedes Jahr wieder so, wie sie ist, aufgesperrt wird. Und auch für das kommende Jahr wird sich diese Vorgangsweise wiederholen, denn eine Alternative ist nicht in Sicht.
„Wir haben uns heuer sehr viele verschiedene Bäder und Seen in Tirol und Vorarlberg angesehen, um uns ein Bild der Möglichkeiten zu machen“, sagt Bürgermeisterin Annemarie Plieseis. Nicht nur dass die Anlage alt ist, auch der jährliche Abgang stimmt die Gemeinde nachdenklich. So waren es heuer 126.000 Euro Abgang, die für den Betrieb des Schwimmbades verbucht wurden.
Deshalb sei man auf der Suche nach Lösungen. Wie diese genau aussehen können, soll aber im kommenden Jahr feststehen. Mit dem Budget 2018 wurde auch der Posten „Konzept Freizeitanlage“ beschlossen, mit 500.000 Euro im außerordentlichen Haushalt. Mehr Details gibt es aber noch nicht. Denn noch sei unklar, ob das bestehende Schwimmbad saniert wird oder eventuell ein See gebaut wird, auch eine Kombination sei denkbar, sagt Plieseis. „Fest steht, dass wir eine sehr große Wasserfläche haben und das sehr kostspielig ist“, schildert Plieseis.
Deutlich günstiger wäre der Betrieb eines Badesees. Ein solcher würde nur ein Drittel der Kosten eines Schwimmbades verursachen, das haben die Kontakte mit anderen Gemeinden ergeben. Man wolle aber im Frühling eine Entscheidung treffen, wohin die Reise gehen soll. Für das mittelfristige Budget 2019 sind auch bereits vier Millionen Euro für die Freizeitanlage eingeplant. Neue Möglichkeiten würden sich auch durch den Ankauf des alten Fußballplatzes ergeben, dieser liegt direkt neben dem bestehenden Schwimmbad. „Es gibt viele Möglichkeiten“, betont Plieseis.