KFV rechnet mit vielen Pyrotechnik-Unfällen rund um Silvester
Wien (APA) - Feuerwerke sind ein fixer Bestandteil der Silvester-Feiern. Aber die Farbspektakel sind nicht nur schön, sondern bergen auch Ge...
Wien (APA) - Feuerwerke sind ein fixer Bestandteil der Silvester-Feiern. Aber die Farbspektakel sind nicht nur schön, sondern bergen auch Gefahren. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) erwartet rund um den Jahreswechsel wieder eine hohe Zahl an Pyrotechnik-Unfällen. Analysen zeigen übrigens, dass rund 95 Prozent der Verletzten männlich sind, teilte das KFV am Donnerstag in einer Aussendung mit.
„Jedes Jahr verletzen sich in Österreich etwa 200 Personen so schwer, dass sie nach einem Unfall nochmals zur Nachbehandlung ins Krankenhaus müssen. Die meisten dieser Unfälle ereignen sich in den Stunden rund um Silvester“, erklärte KFV-Direktor Othmar Thann. Die am öftesten vorkommenden Verletzungen im Zusammenhang mit Pyrotechnik sind offene Wunden und Verbrennungen. 80 Prozent der Fälle betreffen Finger und Hände. Die meisten Unfälle entstehen durch vorzeitiges bzw. verzögertes „Losgehen“ von Knallkörpern und Raketen. Besonders nicht zugelassene Erzeugnisse stellen eine große Gefahr dar, zur eigenen Sicherheit sollten Feuerwerkskörper daher nur gemäß den gesetzlichen Vorschriften verwendet werden.
Besonders junge Menschen unterschätzen das Gefahrenpotenzial von pyrotechnischen Produkten häufig. Rund die Hälfte aller Verletzten sind 15 bis 24 Jahre alt, rund 20 Prozent der Verletzten sind sogar jünger als 15 Jahre. „Jungen Menschen fehlt häufig einerseits das Wissen über den richtigen Umgang mit offenem Licht und Feuer und andererseits das Gefahrenbewusstsein“, erklärte Thann.
Deutliche Unterschiede lassen sich aber auch hinsichtlich der Geschlechteraufteilung erkennen: Die Personen, die sich im Zusammenhang mit pyrotechnischen Produkten verletzen, sind nahezu immer männlich. Tödlich verunglückt sind im Zeitraum 2012 bis 2016 vier Personen, bei allen vier Toten handelte es sich um Männer.
Als schlimmste Fehler im Umgang mit pyrotechnischen Produkten nennt das KFV den Kauf und die Verwendung von nicht zugelassenen Produkten, zu geringe Sicherheitsabstände zu anderen Personen und Objekten, ungeeignete Abschussvorrichtungen wie einzelne Flaschen, das Anzünden zu nahe am Körper sowie Blindgänger ein zweites Mal anzuzünden bzw. aus der Nähe zu überprüfen.