Kreml weist US-Sanktionen gegen Kadyrow als „illegal“ zurück

Moskau (APA/AFP) - Der Kreml hat die US-Sanktionen gegen den moskautreuen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow als „illegal und unfr...

Moskau (APA/AFP) - Der Kreml hat die US-Sanktionen gegen den moskautreuen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow als „illegal und unfreundliche“ Maßnahmen kritisiert. „Sehr wahrscheinlich“ werde das „Prinzip der Gegenseitigkeit“ eingehalten werden, stellte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag Gegensanktionen in Aussicht.

Das US-Finanzministerium hatte am Vortag finanzielle Strafmaßnahmen gegen Kadyrow und den tschetschenischen Sicherheitsverantwortlichen Ajub Kataew bekannt gegeben. Die USA werfen beiden schwere Menschenrechtsverletzungen vor, darunter außergerichtliche Hinrichtungen und Folter.

Finanzsanktionen verhängte das Ministerium auch gegen drei russische Staatsbürger im Zuge der Affäre um Sergej Magnizki. Der 2009 in russischer Haft gestorbene Steueranwalt hatte einen Korruptionsskandal staatlicher Stellen aufgedeckt. Der US-Kongress hatte Ende 2012 Sanktionen gegen russische Funktionäre beschlossen, die für den Tod des Juristen im Gefängnis verantwortlich sein sollen. Das russische Parlament beschloss als Reaktion darauf ein Gesetz zum Verbot von Adoptionen russischer Kinder durch US-Bürger.