Europas Leitbörsen zu Mittag uneinheitlich
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zu Mittag uneinheitlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor gerin...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zu Mittag uneinheitlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor geringfügig um 0,06 Prozent auf 3.550,42 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.00 Uhr mit 13.066,80 Punkten und minus 0,02 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg hingegen 0,28 Prozent und steht nun bei 7.546,12 Stellen.
Nach etwas schwächerem Beginn konnten sich einige Indizes leicht ins Plus vorarbeiten. Die Verabschiedung der Steuerreform in den USA hat für die europäischen Aktienmärkte keine Impulse geliefert. Der Erfolg des US-Präsidenten Donald Trump bei seinen versprochenen Steuererleichterungen war Marktexperten zufolge längst in die Kurse eingepreist.
Überbewerten wollen Experten die jüngsten Schwankungen am Aktienmarkt jedoch nicht. „Die vergangenen Handelstage haben gezeigt, dass sich viele Akteure schon in das Jahresende verabschiedet und ihre Bücher zugemacht haben“, sagte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. In solchen Zeiten komme es immer wieder zu schwer vorhersehbaren Bewegungen.
Auf der Konjunkturseite warten die Investoren vor allem auf einige Daten aus den USA. Dabei dürfte vor allem der Philly-Fed-Index die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zudem finden sich auch Hauspreisdaten sowie der Index der Frühindikatoren auf der Agenda.
Am spanischen Aktienmarkt legte der Ibex 35 mit 0,20 Prozent leicht zu. In der Parlamentswahl in Katalonien an diesem Donnerstag dreht sich wieder alles um die Frage der Unabhängigkeit dieser Region. Dabei ist im Grunde nur klar, dass nichts klar ist: Umfragen haben gezeigt, dass die separatistischen Parteien trotz eines Kopf-an-Kopf-Rennens mit den Unabhängigkeitsgegnern wieder an die Macht kommen könnten. Ob sie aber die absolute Mehrheit von 68 Sitzen auf sich vereinen können, ist fraglich. Möglicherweise droht sogar eine Patt-Situation mit langwierigen Verhandlungen.
Branchenweit lief es bis Mittag vor allem für die Einzelhändler gut, für die die Weihnachtszeit zu den mit Abstand wichtigsten Umsatztreibern zählt. Schwächster Sektor war die Telekommunikationsbranche. Aber auch Versorger und Finanzwerte fanden sich auf den Verkaufslisten der Anleger.
Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 büßten Deutsche Bank-Titel knapp zwei Prozent an Wert ein. Telefonica schwächten sich um 0,7 Prozent ab und Vivendi notierten 0,55 Prozent tiefer.
Intesa SanPaolo gewannen hingegen 0,7 Prozent an Wert. Die italienische Bank hat sich mit den Gewerkschaften auf den Abbau von 9.000 Jobs geeinigt. Dies soll hauptsächlich durch Frühpensionierungen erfolgen, teilte die Bank mit.
Eine positive Nachricht gab es vom Schweizer Pharmaunternehmen Roche zu vermelden - die Zulassung von der EU-Kommission für das Krebsmittel Alecensa ist da. Die Aktie von Roche stand zuletzt mit 0,6 Prozent im Plus.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA301 2017-12-21/12:21