Schwaz

Jugendstadtrat wurde abgelehnt

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Von Eva-Maria Fankhauser...

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Die Jugend mehr einbinden und ihr eine Stimm­e geben – das war der Gedanke, der Ersatz-GR Benjamin Kranzl (ehemaliges FPÖ-Mitglied) dazu bewegte, einen Antrag für einen Jugendstadtrat zu stellen.

Laut Julia Muglach, Ausschussobfrau für Jugend und Familie, habe es schon öfters Gespräche gegeben, so etwas wie einen Jugendstadtrat zu installieren. Woran es bisher scheiterte, liege laut ihr auf der Hand: „Die Einstellungen und Wünsche von Jugendlichen ändern sich ständig. Die Zeit ist hier ein wesentlicher Faktor.“ Schon in Vorperioden scheiterten Versuche einer dauerhaften eigenverwalteten Jugendpartizipation bereits in der Anfangsphase. Dennoch sei es für sie wichtig, Jugendliche auch in die Politik einzubinden. „Man muss Jugendliche hören und sie auch in politische Arbeit einführen“, sagte Muglach. Sie führte auch zahlreiche positive Beispiele an, wo junge Schwazer in Prozesse eingebunden wurden, wie etwa beim Skaterplatz. Einen Jugendstadtrat lehne man seitens des Ausschusses aber mehrheitlich ab.

GR Tarik Özbek (Grüne) kann der Idee des Stadtrates etwas abgewinnen, doch er habe Zweifel an der Nachhaltigkeit. Ähnlich sieht das seine Parteikollegin Viktoria Gruber: „Ich wäre begeistert, wenn die Jugendlichen das von uns fordern würden. Aber von oben herab zu sagen, dass wir das brauchen, finde ich nicht gut.“ GR Hermann Weratschnig (Grüne) schlug vor, im Rahmen einer Jungbürgerfeier ein offenes Jugendforum zu initiieren. „Es ist schwer, denn die Jungen werden älter und dann kommen neue nach und man muss wieder von vorne beginnen. Dennoch müssen wir den Jugendlichen eine Struktur bieten“, sagt Weratschnig.

Mit vier Stimmenthaltungen seitens der FPÖ wurde der Antrag abgelehnt.

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