Rotes Kreuz: Eine Million Cholera-Verdachtsfälle im Jemen
Sanaa (APA/AFP) - Im von schweren Kämpfen zerrütteten Jemen ist die Zahl der Cholera-Verdachtsfälle auf eine Million gestiegen. Dies vergröß...
Sanaa (APA/AFP) - Im von schweren Kämpfen zerrütteten Jemen ist die Zahl der Cholera-Verdachtsfälle auf eine Million gestiegen. Dies vergrößere das Ausmaß des in einem „brutalen Krieg“ gefangenen Landes weiter, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.
Im Jemen benötigen UN-Angaben zufolge mehr als 20 Millionen Menschen Hilfe. Mindestens sieben Millionen Menschen stehen kurz vor einer Hungersnot.
Hinter dem Bürgerkrieg im Jemen zwischen Regierungstruppen und schiitischen Huthi-Rebellen steht auch ein Stellvertreterkonflikt der rivalisierenden Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien. Riad führt eine Militärkoalition an, die 2015 in den Konflikt eintrat. Seitdem wurden mehr als 8.750 Menschen getötet und Zehntausende verletzt.
Zudem blockierte die Militärkoalition Anfang November die Häfen im Norden des Landes, was die humanitäre Lage drastisch verschärfte. Drei Wochen später wurde die Blockade auf internationalen Druck hin wieder teilweise gelockert.