Missbrauchsvorwürfe: BSO beriet mit Opferschutzorganisationen

Wien (APA) - Gemeinsam mit dem Verein 100% Sport will die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) angesichts der aktuellen Missbrauch...

Wien (APA) - Gemeinsam mit dem Verein 100% Sport will die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) angesichts der aktuellen Missbrauchs-Diskussionen weitere Maßnahmen setzen. Dazu zählt auch die Zusammenarbeit mit externen Opferschutzeinrichtungen. Wie die BSO am Donnerstag mitteilte, fand diesbezüglich bereits ein erster Runder Tisch statt.

In der BSO werden die nächsten Maßnahmen und Schritte, die auf dem Fünf-Punkte-Plan und den Ergebnissen dieses ersten Round-Table-Gesprächs aufbauen, im ersten Quartal 2018 beschlossen. „Wir nehmen unsere Verantwortung im Sport sehr ernst und wollen mit unseren Maßnahmen das Vertrauen in unsere Vereine und Verbände stärken“, erklärte BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer. „Dabei ist uns besonders wichtig, Betroffenen Anlaufstellen außerhalb des Sportsystems anbieten zu können.“

In der Diskussion mit den Opferschutzeinrichtungen wurde beschlossen, sich auf drei Bereiche zu konzentrieren, in denen künftig abgestimmte Maßnahmen gesetzt werden sollen. Diese sind: Akzeptanz der Verantwortung durch das System des organisierten Sports, die Etablierung von Präventionsmaßnahmen in der Fläche sowie Klarheit für den richtigen Umgang mit Anlassfällen. In Form einer vom Sportministerium beauftragten Studie soll zudem der Ist-Zustand im Sport erhoben werden.

Teilnehmer waren u.a. Österreichischer PsychologInnen, die möwe, Gewaltschutzzentrum Oberösterreich, Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien, Opferschutzanwältin LH a.D. Waltraud Klasnic, Österreichisches Bundesnetzwerk Sportpsychologie, Selbstlaut, Tamar Beratungsstelle, Verein PIA, Weißer Ring.