Regierungsprogramm - Verkaufsverbot 2 - Hanf Verband besorgt

Wien (APA) - „Wir fallen aus allen Wolken“, sagte am Donnerstag David Rosse vom Österreichischen Hanf Verband zu den Plänen der schwarz-blau...

Wien (APA) - „Wir fallen aus allen Wolken“, sagte am Donnerstag David Rosse vom Österreichischen Hanf Verband zu den Plänen der schwarz-blauen Regierung bezüglich des Verbotes von Hanfsamen und Hanfpflanzen. Österreich gehe damit einen gänzlich anderen Weg als vergleichbare Staaten.

International gehe der Trend dahin, „über legale Märkte Steuern einzuheben und den Schwarzmarkt zurückzudrängen“. Hier seien Maßnahmen wie Verbote kontraproduktiv. „Ich habe heute auch schon versucht, Regierungssprecher Peter Launsky-Tiefenthal zu erreichen. Das ist für uns nicht nachvollziehbar“, meinte Rosse. Aber: „Die Branche hat schon viel durchgemacht.“ Natürlich wäre man unter den 70 bis hundert Hanfshops derzeit besorgt. „Da gibt es Betriebe mit 30 bis 40 Mitarbeitern. Die haben Angst.“

Die Frage von Verboten sei in diesem Bereich überhaupt kritisch, meinte Rosse. Der größte Teil der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz betreffe Cannabis. „Und das betrifft zum größten Teil Erwachsene, die mit beiden Beinen im Leben stehen.“ Immer mehr stelle sich auch der Nutzen von Cannabis in der Medizin heraus, das Interesse bei Ärzten und Apothekern steige ständig. Der Österreichische Hanf Verband veranstaltet heute, Donnerstag, seine jährliche Generalversammlung und seine Weihnachtsfeier: im Naturhistorischen Museum in Wien.