Zweite Chance ?für Tiroler „Übergemüse“
Schwaz, Innsbruck – Verrottende Berge aus augenscheinlich noch genießbarem Gemüse auf den heimischen Feldern sorgen immer wieder für Kopfsch...
Schwaz, Innsbruck –Verrottende Berge aus augenscheinlich noch genießbarem Gemüse auf den heimischen Feldern sorgen immer wieder für Kopfschütteln – die TT hat unlängst berichtet. Damit Gemüse, das zu klein, zu dick, zu blass oder zu unförmig ist, nicht mehr auf diesen Haufen landet, hat die Abfallwirtschaft Tirol Mitte (ATM) gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und den Tiroler Gemüsebauern das Projekt „Übergemüse“ gestartet.
Nach einer umfangreichen Vorbereitungsphase ist das Projekt im heurigen Herbst angelaufen. Derzeit beziehen Gastronomiebetriebe, Schul- und Betriebsküchen so genanntes Übergemüse von acht Landwirten aus dem Großraum Innsbruck. Die Partnerbetriebe verarbeiten die krumme Karotte – und andere Gemüsesorten mit optischen Abweichungen – wie normales Handelsgemüse in ihren Küchen. „Wer im Restaurant Karottenstreifen in seinem gemischten Salat findet, kann nicht nachvollziehen, wie groß oder dick die Rübe ursprünglich war. Weder Auge noch Gaumen erkennen einen Unterschied“, erklärt Claudia Sacher, Projektleiterin bei der ATM. Das Angebot ist groß: Bis zu 24 unterschiedliche Sorten waren in der ersten Projektphase bereits verfügbar. Die erste Projektphase läuft bis Frühjahr 2018 – bis die regionalen Lager ausgeschöpft sind. Mit der nächsten Erntesaison startet das Projekt wieder neu durch. (TT)