Zwei Frauen werfen Künstler Chuck Close sexuelle Belästigung vor

New York (APA/dpa) - Zwei Frauen werfen US-Künstler Chuck Close, der für mosaikartige Porträts im Großformat bekannt ist, sexuelle Belästigu...

New York (APA/dpa) - Zwei Frauen werfen US-Künstler Chuck Close, der für mosaikartige Porträts im Großformat bekannt ist, sexuelle Belästigung vor. Beide berichteten der „Huffington Post“, dass der Maler bei Begegnungen in seinem Atelier in den Jahren 2013 beziehungsweise 2007 anzügliche Kommentare gemacht habe.

In beiden Fällen habe der aus Monroe im Bundesstaat Washington stammende Künstler erst im Atelier angesprochen, dass er Nacktfotos machen wolle - bei professionellen Künstlern und Fotografen ein sehr unüblicher Schritt. Als eine der beiden sich vor Close auszog, habe er laut „Huffington Post“ auch obszöne Bemerkungen über ihr Geschlechtsteil gemacht.

Der 77-Jährige entschuldigte sich, wie die die „New York Times“ am Donnerstag berichtete. „Wenn ich jemals jemanden verlegen gemacht oder zu Unbehagen gebracht habe, tut es mir aufrichtig leid, das war nicht meine Absicht. Ich gebe zu, ein schmutziges Mundwerk zu haben, aber wir sind alle erwachsen“, sagte Close. Mit Blick auf seine Körperlähmung (Close sitzt im Rollstuhl) und „extremer körperlicher Einschränkungen“ sei „totale Offenheit der einzige Weg zu einem Privatleben“. Zu direktem Körperkontakt mit Close kam es nach Aussage der beiden Frauen nicht.

Close gilt als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Künstler der USA, rund 75 Museen weltweit haben Arbeiten von ihm in ihren Sammlungen. Besonders bekannt sind seine psychedelisch anmutenden Porträts, bei denen er Fotos in einem gitterförmigen Raster auf die Leinwand überträgt. Aus der Entfernung sind die Gesichter klar zu erkennen, verschwimmen aus der Nähe aber zu einem Muster aus Pixeln.