Erste Schwünge am Patscherkofel
Der erste Skitag bei Kaiserwetter für die neue Patscherkofelbahn ist geschafft: Es gab wenig Kritik, die Besucher urteilten großteils positiv.
Von Michael Mader
Igls — Gestern durften die Skifahrer das erste Mal die Pisten am Patscherkofel testen und das Urteil sowohl der Einheimischen als auch der Gäste war durchwegs positiv. Einer der wenigen Kritikpunkte: Offiziell war die Abfahrt nur bis zur Mittelstation erlaubt. „Da fährt man ein paar Minuten mit der Gondel hinauf und in einer Minute bist du wieder unten", beklagt sich eine Dame aus Innsbruck. Und früher hätte es auch einen Schlepplift am Berg gegeben, jetzt sei dieser nicht mehr da.
Entspannter sahen es Jasmin, Julia und Tamara, die gestern mit ihren Snowboards die Piste erkundeten. „Ich war schon oft hier, bin am Snowboard aber noch Anfängerin", kommt Jasmin die nicht allzu schwierig zu fahrende Abfahrt zugute. Auf der Nordkette sei es zum Üben wesentlich schwieriger. Julia hingegen ist zum ersten Mal am Patscherkofel und findet die neuen Gondeln cool und die Pistenverhältnisse gut. „Toll ist auch, dass man mit dem Bus von Innsbruck aus schnell da ist." Die Letzte im Bunde, Tamara, freute sich über ein paar nette Strecken zum Abseitsfahren.
Zufrieden ist aber auch Markus Weber, der Pächter der Schutzhütte des Alpenvereins: „Die Stimmung ist bestens, meinen Gästen und auch mir gefällt es sehr gut. Die Bahn ist toll geworden. Wichtig ist jetzt, dass man mit den Skiern ganz runterfahren kann."
Einer seiner Gäste, Eckhard Felber aus Sistrans, widerspricht ihm ein wenig: „Meiner Meinung nach hat die Stadt hier kein Gefühl gezeigt. Hätte man die Bergstation 100 Meter weiter weg gebaut, könnte man von der Schutzhütte aus so wie zuvor die umliegenden Berge sehen. Es kommen auch viele Fremde rauf, aber die sehen heute halt nicht viel." An der Bahn an sich hat er überhaupt nichts auszusetzen: „Die alte war ja sehr klapprig, die hätte schon längst ausgetauscht gehört, das war höchste Eisenbahn. Die neuen Gondeln sind jetzt wirklich super."
Früher hätten die Leute quasi von der Haustüre aus einsteigen können, urteilt Thomas Gallrauner. Da habe man sogar den Leuten beim Golfspielen zusehen können. Aber von Sistrans aus, wo er wohne, sei man in einer Viertelstunde an der Talstation. „Außerdem fährt ja auch der Bus rauf."