Bezirk Landeck

„Diesmal geht sich nur eine kurze Feier aus“

© Asfinag

St. Anton am Arlberg – „Dass ich lieber mit meiner Familie vor dem Christbaum sitzen würde, ist eh klar“, verrät Asfinag-Mitarbeiter Wolfgan...

St. Anton am Arlberg –„Dass ich lieber mit meiner Familie vor dem Christbaum sitzen würde, ist eh klar“, verrät Asfinag-Mitarbeiter Wolfgang Ladner vor der Mautstelle St. Jakob beim Blick auf seinen Dienstplan. Der Lkw-Fahrer hat diesmal den Schichtdienst am 24. Dezember ausgefasst, von 12 bis 20 Uhr. Gegen 21 Uhr wird er zu Hause eintreffen. „Zumindest eine verkürzte Feier am Heiligen Abend geht sich mit der Familie aus. Im Spital müssen ja ganze Nachtdienste besetzt werden.“ Wenige Stunden Schlaf bleiben dem 53-Jährigen bis zum nächsten Einsatz. Am Christtag um vier Uhr in der Früh klemmt er sich wieder hinter das Lenkrad.

„Das Wetter wird voraussichtlich nicht ganz schlecht sein“, bemerkt Ladner, der auf der Arlbergschnellstraße S16 zwischen Zams und St. Anton unterwegs ist, manchmal auch im Tunnel. An seinem Lkw hängen Sondergeräte wie Schneepflug und Salzstreuer. „Unser Job ist es, für Sicherheit auf der Strecke zu sorgen, rund um die Uhr.“

Der bisherige Dezember war für das achtköpfige Team des Streckendienstes keinesfalls stressfrei. In Summe brachten die „Straßeler“, wie die Truppe bei den Einheimischen genannt wird, bisher mehr als 9000 Kilometer auf den Tacho – überdurchschnittlich viel. Warum er die Salzstreuung auch bei Plusgraden aktiviert, erklärt er so: Erstens sei das eine Vorsorge für Straßenglätte in der Nacht, zweitens weise die Fahrbahn auch dann noch Minusgrade auf, wenn die Lufttemperatur im Plus liegt. „Wir haben dazu ein ausgeklügeltes Computerprogramm. Es zeigt uns an, wann wir mit Streusalz ausrücken müssen.“

Was passiert denn so alles auf der Straße? – „Unfälle. Früher mehr, inzwischen etwas weniger“, weiß der langjährige Asfinag-Mitarbeiter. „Manchmal sehen wir schwere Verletzungen, manchmal nur Blechschaden.“ Auch wenn Ladegut, Müll und Unrat „verloren“ wird, muss die Truppe ausrücken. (hwe)

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Matthias Reichle

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