Landespolitik

Tirols Politiker hoffen auf eine schöne Bescherung

Günther Platter, Dominik Oberhofer, Ingrid Felipe, Andrea Haselwanter-Schneider, Elisabeth Blanik und Markus Abwerzger (v. l.) wünschen sich vor allem Mandate und Prozente.
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Vor der Landtagswahl am 25. Februar sind die Wunschzettel der Tiroler Politiker heuer besonders groß. Viele Prozente und Mandate stehen darauf.

Innsbruck — Alle fünf Jahre wieder sollen die Mandate rieseln. Zwar noch nicht zu Weihnachten, aber spätestens am 25. Februar. Den Wunschzettel ans Christkind haben die Spitzenkandidaten für die Tiroler Landtagswahl schon längst geschrieben. Die TT hat einen Blick darauf und auf die Lieblings-Weihnachtslieder der Politiker geworfen.

Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP): Eigentlich kann sich die ÖVP nur selbst schlagen, deshalb wünscht sich der ÖVP-Chef vor allem Frieden in der Partei. „Still, still, still", weil der Landeshauptmann im Landtagswahlkampf Ruhe will. Sollten sich Wirtschaftsbundchef Franz Hörl und Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl wirklich daran halten, kann Platter wirklich „Oh du fröhliche" anstimmen. Schließlich möchte die ÖVP die 40 Prozent bei der Landtagswahl überspringen.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne): „O Tannenbaum" — am Wahltag soll es wieder einmal grün sein. Die 12,6 Prozent von vor vier Jahren wären der größte Wunsch der Grünen. Nachdem sie aus dem Parlament hinausgeflogen sind, wäre Ingrid Felipe aber auch schon mit weniger zufrieden. Damit die Ökopartei nach Monaten der Sinnkrise „froh und munter sein" kann.

SPÖ-Vorsitzende Elisabeth Blanik: Die SPÖ, so schreibt Elisabeth Blanik ans Christkind, soll am 25. Februar hoffentlich so rot leuchten wie die Nase von Rentier Rudolph. Und die Genossen im Wahlkampf müssen nach längerer Zeit endlich so laufen wie die Rentiere, die den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen. 13,7 Prozent erreichte die SPÖ zuletzt, im Weihnachtspackerl soll heuer auch eine Glaskugel als Entscheidungshilfe sein. Damit Blanik herausfinden kann, ob sie nach der Wahl mitregieren möchte oder erneut in Opposition gehen soll.

FPÖ-Chef Markus Abwerzger: Er wünscht sich nur keine Transitgeschenke aus Wien, auf eine dreispurige Rennbahn verzichtet er gerne. Blaue Weihnachten sind ihm am liebsten, von den grünen Blättern am Tannenbaum träumt Abwerzger nicht einmal im Tiefschlaf. Und für die amtierende schwarz-grüne Landeskoalition singt er unterm Christbaum „Es wird scho glei dumpa". Die 9,3 Prozent will Abwerzger mehr als nur verdoppeln. „Mitregieren, endlich am Ziel", hat er in blauen Lettern auf seinen Wunschzettel geschrieben.

Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz): Der „Little drummer boy" hat es der Klubchefin des Bürgerforums wirklich angetan, schließlich wollen sie auch im kommenden Jahr kräftig auf die Pauke hauen. Die Mandatszahl möchte die Liste Fritz von zwei auf vier verdoppeln. Der sehnlichste Wunsch ans Christkind? Nach der Wahl soll es einen Landtagspräsidenten geben, der wegen der Liste Fritz nicht immer gleich durch die Decke geht.

Dominik Oberhofer (NEOS): Die vielen süßen Weihnachtsdüfte regen seine Sinne nicht an, der NEOS-Landtagssprecher möchte nach dem 25. Februar vielmehr Landtagsluft schnuppern. Das wäre für ihn Ostern und Weihnachten zugleich, denn es gäbe dann auch in Tirol „Fröhliche Pinke überall". Weniger Sozialversicherungen, keine Pflichtmitgliedschaften — Oberhofer gibt sich mit seinen Weihnachtswünschen letztlich richtig bescheiden.

Ein Wunsch steht jedoch in allen Weihnachtsbriefen: Mandate, Mandate, Mandate. (pn)