Neue Innsbrucker Patscherkofelbahn nahm Betrieb auf

Igls (APA) - Die neue Innsbrucker Patscherkofelbahn hat am Freitag ihren Betrieb aufgenommen. Zuvor waren nach einer Begutachtung durch die ...

Igls (APA) - Die neue Innsbrucker Patscherkofelbahn hat am Freitag ihren Betrieb aufgenommen. Zuvor waren nach einer Begutachtung durch die Seilbahnbehörde Adaptierungen notwendig geworden. Erst kurz vor der Eröffnung wurde die Betriebsgenehmigung erteilt. „Es war eine Zitterpartie“, sagte der Geschäftsführer der Patscherkofelbahn, Martin Baltes, im Rahmen einer Pressekonferenz in Igls.

„Sie werden auch immer noch Leute sehen, die aufräumen und putzen“, meinte Baltes weiter. „Wir sind am letzten Drücker dran“, konkretisierte er die Situation. Auf die Frage ob die Betriebsgenehmigung nunmehr vorhanden sei, konnten sich weder Baltes noch Thomas Scheiber, der wie Baltes als Geschäftsführer der Patscherkofelbahn Infrastruktur GmbH fungieren wird, ein zufriedenes Lächeln und Kopfnicken verkneifen.

Zufrieden zeigte sich auch die Hausherrin der Stadt, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck), angesichts der anstehenden Betriebsaufnahme der neuen Patscherkofelbahn. „Vor zehn Jahren wurde die Nordkettenbahn eröffnet und jetzt die neuen Patscherkofelbahn“, meinte sie. Endlich sei der Patscherkofel für alle Generationen erschlossen und barrierefrei erreichbar, so die Bürgermeisterin.

Auch der Innsbrucker Tourismus-Stadtrat Franz Xaver Gruber (ÖVP) blickte wohlwollend vom neuen Restaurant in Richtung Patscherkofelbahn-Neu, die wenig später ihre erste öffentliche Fahrt machte. „Das Werk ist gelungen,“ betonte er. „Für die nächsten 40 Jahre haben wir hier als Stadt Innsbruck einen Stempel aufgedrückt“, führte er aus.

„Die technischen Gebäude sollen auch als technische Gebäude sichtbar und erkennbar sein“, skizzierte der Architekt der Patscherkofelbahn, Markus Innauer, die architektonische Dimension dieses „Stempels“. Wichtig sei außerdem die architektonische Eigenständigkeit gewesen, sagte er weiter. „Die Architektur ist spektakulär“, streute Thoma Pichler, Geschäftsführer der Doppelmayr Seilbahnen AG, dem Architekten im Anschluss Rosen. Doppelmayr habe dazu passend für die neue Patscherkofelbahn das „modernste, was wir liefern können“ beigesteuert.

Insgesamt schlagen die Kosten für das Gesamtprojekt jetzt mit knapp 55 Millionen Euro zu Buche, davon die Bahn selbst mit rund 12,5 Millionen Euro. Innerhalb von circa zehn Minuten gelangt man mit der neuen Bahn von der neuen Talstation auf 1.009 Metern auf die 1.965 Metern hoch gelegene Bergstation.