Nach RH-Bericht: ÖVP und NEOS kritisieren hohe Gehälter bei Gesiba

Wien (APA) - ÖVP und NEOS haben in Reaktion auf den Rechnungshofbericht zum Wiener Bauträger Gesiba ebenfalls scharfe Kritik an den hohen Be...

Wien (APA) - ÖVP und NEOS haben in Reaktion auf den Rechnungshofbericht zum Wiener Bauträger Gesiba ebenfalls scharfe Kritik an den hohen Bezügen des Vorstands geübt. NEOS-Klubchefin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete diese am Freitag als „Verhöhnung der Mieter“ und nahm den Prüfbericht zum Anlass, einmal mehr eine Bezugsobergrenze für stadtnahe Manager zu fordern.

„Der Stadtregierung scheinen ein paar Versorgungsposten wichtiger zu sein als günstiger Wohnraum. Anders kann man es nicht erklären, dass Vorstandsmitglieder der gemeinnützigen Gesiba, die fast im Alleinbesitz der Stadt ist, höhere Gagen als der Bürgermeister kassieren und erwirtschaftete Gewinne nicht einmal an die Mieterinnen und Mietern weitergegeben werden. So eine Frechheit muss abgestellt werden“, zeigte sich Meinl-Reisinger empört.

Auch ÖVP-Wohnbausprecher Wolfgang Ulm sah durch den Bericht des Rechnungshofs „die Misswirtschaft und eine Politik auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter seitens des stadteigenen Bauträgers Gesiba“ bestätigt. Er forderte die Abschaffung „derartiger Privilegien“. Außerdem sprach sich Ulm dafür aus, dass im geförderten Wohnbau neben Mietwohnungen auch ausreichend Eigentumswohnungen angeboten werden.

Die Gesiba betonte in einer Aussendung, dass alles rechtskonform abgelaufen sei und verteidigte den Personalaufwand: „Nach Rechtsansicht der Gesiba waren die jährlich vom zuständigen Revisionsverband geprüften und als gesetzeskonform bestätigten Bezüge angemessen und klare Erfolgskriterien nachvollziehbar festgelegt.“