Putin und Erdogan wollen weiter Gründung von Palästinenserstaat
Moskau/Ankara (APA/AFP) - Nach der Verabschiedung des UN-Votums zu Jerusalem haben die Präsidenten Russlands und der Türkei erneut auf die G...
Moskau/Ankara (APA/AFP) - Nach der Verabschiedung des UN-Votums zu Jerusalem haben die Präsidenten Russlands und der Türkei erneut auf die Gründung eines Palästinenserstaat gedrungen. Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan hätten in einem Telefonat ihren Willen bekräftigt, „weiter auf die Realisierung des Rechts des palästinensischen Volkes auf einen unabhängigen Staat hinzuarbeiten“, erklärte der Kreml am Freitag.
Zudem hätten sie vereinbart, sich weiter für „die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts auf der Grundlage des internationalen Rechts“ einzusetzen. Erdogan gehört zu den schärfsten Kritikern der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Am Donnerstag stimmte die UN-Vollversammlung für eine von der Türkei und dem Jemen eingebrachte Resolution gegen die Entscheidung.
Trotz Drohungen Trumps, den Befürwortern der Resolution die Finanzhilfen zu kürzen, stimmten 128 Staaten für den Text, der Trumps Entscheidung scharf verurteilt. Neben den USA und Israel votierten nur sieben Staaten dafür, allerdings enthielten sich 35 Staaten, während 21 Staaten nicht an der Abstimmung teilnahmen. Die Entscheidung Trumps war weltweit auf Ablehnung gestoßen und hatte heftige Proteste in der muslimischen Welt provoziert.