UN-Flüchtlingshilfswerk: Lage auf Ostägäis-Inseln bleibt angespannt

Athen (APA/dpa) - Die Situation in den überfüllten Flüchtlingslagern auf den Ostägäis-Inseln in Griechenland bleibt angespannt - obwohl die ...

Athen (APA/dpa) - Die Situation in den überfüllten Flüchtlingslagern auf den Ostägäis-Inseln in Griechenland bleibt angespannt - obwohl die Regierung in Athen in den vergangenen Wochen Tausende Menschen von den Inseln aufs Festland gebracht hat. Das geht aus einer Erklärung des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Athen hat demnach zwar seit Mitte Oktober rund 6.000 Menschen zum Festland gebracht. Es harrten aber noch mehr als 10.000 Flüchtlinge und Migranten auf den Inseln aus. Griechenland wurde aufgerufen, noch mehr Menschen zum Festland zu bringen.

Unklar ist, ob die EU darüber informiert ist. Der EU-Türkei-Flüchtlingspakt vom März 2016 sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die auf den Inseln der Ostägäis ankommen, von dort zurück in die Türkei gebracht werden müssen, wenn sie in Griechenland kein Asyl bekommen. Die Flüchtlingslager auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind restlos überfüllt.

Am Donnerstag war es auf Lesbos zu schweren Zusammenstößen zwischen Migranten gekommen. Dabei wurden mehr als 16 Menschen verletzt. In dem Auffanglager von Moria sind mehr als 5.500 Menschen untergebracht. Es hat aber nur eine Kapazität für rund 2.300 Menschen. Humanitäre Organisationen und die Bürgermeister dieser Inseln forderten seit Monaten Maßnahmen zur die Entlastung der Flüchtlingslager.