Telekom-Regulator: Für UPC-Übernahme durch T-Mobile nicht zuständig

Wien/Bonn (APA) - Nach der Ankündigung von T-Mobile Austria, den Kabelnetz-Betreiber UPC Austria zu übernehmen, liegt der Ball nun bei der B...

Wien/Bonn (APA) - Nach der Ankündigung von T-Mobile Austria, den Kabelnetz-Betreiber UPC Austria zu übernehmen, liegt der Ball nun bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Da es voraussichtlich zu keiner Übertragung von Mobilfunkfrequenzen kommen werde, seien weder die Rundfunk und Telekom Regulierungsbehörde (RTR) noch die Telekom-Control-Kommission (TKK) im konkreten Fall zuständig, erklärte die RTR am Freitag.

Am Wort seien nun die BWB und die EU-Kommission, entscheidend seien die Umsätze der beteiligten Unternehmen, teilte die RTR in einer Aussendung mit. „Wir gehen davon aus, dass die zuständige Wettbewerbsbehörde den Fall sorgfältig prüfen wird. Die RTR steht ihr dabei natürlich zur Verfügung, da wir den Markt am besten kennen“, sagte RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl.

Die Übernahme wird nach Ansicht des Regulators zwar die Stellung von T-Mobile im Wettbewerb mit A1 und Drei stärken, insgesamt steige aber auch die Marktkonzentration. „Diese muss man sehr genau beobachten. Gleichzeitig besteht aber die Chance auf einen verstärkten Breitbandausbau und die Steigerung der Glasfaserinvestitionen.“

Die Geschäftsfelder von UPC und T-Mobil haben sich bisher kaum überschnitten. Durch die Übernahme entsteht neben A1 Telekom Austria und Hutchison („Drei“) ein weiterer integrierter Betreiber. Hutchison hat unlängst Tele2 übernommen, die vor allem im Festnetz aktiv war. Bisher war UPC der zweitgrößte Anbieter von Breitbandinternet über das Festnetz nach A1. Im Mobilfunkmarkt kämpften T-Mobile und Drei um Platz 2 hinter A1.

~ ISIN DE0005557508 WEB http://www.t-mobile.at

http://www.telekom.com/startseite

https://www.rtr.at/

http://www.bwb.gv.at ~ APA416 2017-12-22/16:20