Italien will Soldaten nach Niger entsenden
Niamey/Rom (APA) - Die italienische Regierung plant die Entsendung von Soldaten nach Niger. Teile des italienischen Kontingents, das derzeit...
Niamey/Rom (APA) - Die italienische Regierung plant die Entsendung von Soldaten nach Niger. Teile des italienischen Kontingents, das derzeit im Irak stationiert ist, soll in das afrikanische Land verlegt werden, teilte der italienische Premier Paolo Gentiloni am Sonntag bei einem Besuch eines Schiffes der italienischen Marine mit.
Mit dem Entsendung der Soldaten soll der Kampf gegen den Terrorismus und den Menschenhandel verschärft werden. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sei 2017 besiegt worden, doch die Terrorgefahr sei nicht gebannt. „Wir müssen unsere Energien einsetzen, um Terrorismus und Menschenhandel im Sahel zu bekämpfen“, so Gentiloni vor der Crew des Schiffes Etna.
1.400 italienische Soldaten sind derzeit im Irak stationiert, das ist das größte Kontingent nach jenem der USA. Reduziert werden soll nun das Kontingent zum Schutz des Damms von Mosul (Mossul). Die Ausbildung von irakischen Soldaten und Polizisten werde aber fortgesetzt, betonte Verteidigungsministerin Roberta Pinotti.
„Die Lage im Irak ist im Wandel. Mosul ist befreit worden“, sagte Gentiloni. Die Bedingung seien vorhanden, um einen Teil des Kontingents nach Afrika zu verlegen. Derzeit sind 6.200 italienische Soldaten in internationalen Missionen engagiert. Auch in Afghanistan will Italien seine Truppen reduzieren.