Europas Leitbörsen zur Eröffnung knapp im Plus erwartet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Positive Vorgaben der US-Börsen dürften am Montag die europäischen Leitbörsen stützen. Angesichts des weit...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Positive Vorgaben der US-Börsen dürften am Montag die europäischen Leitbörsen stützen. Angesichts des weiterhin starken Euro und der bröckelnden Gewinne an Asiens Aktienmärkten wird allerdings mit vorsichtigen Anlegern gerechnet. Außerdem bleiben in den USA die Aktienmärkte zum Wochenstart feiertagsbedingt geschlossen, was sich europaweit gewöhnlich in geringen Handelsumsätzen niederschlägt.
Der Euro-Stoxx-50 wurde rund eine Stunde vor Handelsbeginn um 0,05 Prozent höher indiziert. Der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte ebenfalls ein Plus von 0,05 Prozent auf 13.251 Punkte. Am Freitag hatte eine gut angelaufene Berichtssaison den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial erstmals über die Marke von 25.800 Punkten getrieben. Beim FTSE-100 deutete sich mit 0,06 Prozent auf 7.783 Zähler ein Kurszuwachs in einer ähnlichen Größenordnung an.
In der Eurozone könnte allerdings Gegenwind vom stärkeren Euro kommen. Die Gemeinschaftswährung der Eurozone legte über Nacht im asiatischen Handel weiter zu und hält sich mit gut über 1,22 Euro pro Dollar derzeit auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Das hatte den DAX nach einem beeindruckenden Start ins neue Jahr in der Vorwoche bereits belastet.
Unter den Einzelwerten dürften an der Börse in Frankfurt vor allem die Anteile von Thyssenkrupp im Blick stehen, die auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Börsenhandelsschluss um 0,75 Prozent stiegen. Der schwedische Finanzinvestor Cevian erhöhte vor der Hauptversammlung den Druck. „Es muss der Anspruch eines Vorstandes sein, seine selbst gesetzten Ziele zu erreichen. Thyssenkrupp entwickelt sich aber noch nicht so, wie wir uns das vorstellen“, sagte der Chef von Cevian, Lars Förberg, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und fordert Änderungen der Unternehmensstruktur.
Mit einer Erholung des lange schwierigen US-Geschäfts und einem weltweiten Absatzrekord im Rücken setzt Volkswagen 2018 auf weitere Fortschritte in den Vereinigten Staaten. Dazu beitragen sollen neue Modelle und Milliarden-Investitionen in Nordamerika. VW profitierte vor allem vom starken Geschäft in China - dort seien 3,18 Millionen Autos ausgeliefert worden (plus 5,9 Prozent). Schlechter lief es in Deutschland, wo die Dieselkrise den Absatz im vergangenen Jahr belastet hatte. VW legten vorbörslich um 0,61 Prozent zu.
Die Aktien von Fraport gewannen auf Tradegate 1,07 Prozent. Der Antritt von Ryanair und das Wachstum von Großkunden wie Lufthansa bescherten dem Frankfurter Flughafen im alten Jahr einen neuen Passagierrekord. Auch im Frachtgeschäft ging es 2017 wieder aufwärts.
Die Erlöse des Handelskonzerns Metro stiegen im wichtigen Weihnachtsquartal nur leicht und verfehlte die Erwartungen von Analysten. Ein besseres Abschneiden wurde unter anderem durch negative Währungseffekte verhindert. Vorbörslich büßten die Metro-Papiere 0,56 Prozent ein.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA060 2018-01-15/08:36