Europas Leitbörsen eröffnen schwächer - Starker Euro belastet

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag mehrheitlich etwas schwächer eröffnet. Belastend wirkte vor allem der ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag mehrheitlich etwas schwächer eröffnet. Belastend wirkte vor allem der starke Euro. Dieser stieg wieder über die Marke von 1,22 US-Dollar.

Gegen 9.45 Uhr notierte der Euro-Stoxx-50 um 0,17 Prozent schwächer bei 3.606,33 Einheiten. Der deutsche Leitindex DAX verlor 0,23 Prozent auf 13.214,43 Punkte. Der FTSE-100 in London gab um 0,05 Prozent auf 7.774,70 Punkte nach.

Der jüngste Höhenflug des Euro hält weiter an. In der Früh stieg er zwischenzeitlich bis auf 1,2240 Euro. Damit erreichte er den höchsten Stand seit 2014. Dass sich in Deutschland die bisherigen Regierungsparteien CDU/CSU und SPD nach Sondierungsgesprächen auf die Aufnahmen von Regierungsverhandlungen geeinigt haben, hatte bereits am Freitag unterstützend gewirkt.

Impulse von Konjunkturdaten dürften zum Wochenbeginn hingegen ausbleiben. Marktrelevante Veröffentlichungen stehen nicht auf der Agenda. Dies liegt auch am Feiertag in den USA. Wegen des „Martin Luther King Day“ bleiben auch die Aktienbörsen geschlossen.

Im Euro-Stoxx-50 notierten Vivendi mit einem Plus von 2,44 Prozent an der Spitze des Euro-Stoxx-50. Die Titel des französischen Medienkonzerns waren am Freitag noch um 3,75 Prozent eingebrochen, nachdem er vorläufige Ergebnisse für 2017 präsentiert hatte. Nun bestätigten die Analysten von JPMorgan ihre „Overweight“-Empfehlung und die Wertpapierexperten von Barclays blieben bei „Equal Weight“. Eine Abstufung von S&P Global dürfte sich hingegen weniger stark ausgewirkt haben: Das Analysehaus strich seine Kaufempfehlung und bewertet die Titel nun mit „Hold“.

Kaum eine Kursreaktion auf vorgelegte Auftragszahlen zeigten die Aktien von Airbus (plus 0,06 Prozent). Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat seinen größeren Rivalen Boeing bei den Flugzeugbestellungen 2017 ein weiteres Mal abgehängt. Nach Abzug von Stornierungen verbuchte Airbus Aufträge über 1.109 Verkehrsflugzeuge und damit 197 mehr als die US-Amerikaner. Mit 718 ausgelieferten Passagier- und Frachtjets gelang Airbus zudem eine neue eigene Bestmarke.

In London sorgte die Insolvenz des Baukonzerns Carillion für Aufsehen. Carillion habe keine andere Wahl gehabt, teilte das Unternehmen mit. Letzte Verhandlungen mit Banken und Regierung zur Rettung des verschuldeten Konzerns waren zuvor gescheitert. Carillion beschäftigt weltweit rund 43.000 Menschen, 19.500 in Großbritannien. Die Aktie war am Montag vom Handel ausgesetzt.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA095 2018-01-15/09:53