78. Hahnenkammrennen

Streif rennfertig: Nur der Schnee könnte Spielverderber werden

Aufgrund der prognostizierten Schneefälle dürften auf das Kitzbüheler OK-Team arbeitsreiche Nachtstunden zukommen.
© gepa

Kitz-Rennleiter Axel Naglich bezeichnete den Zustand der Streif als „hervorragend“. Ein paar kosmetische Eingriffe stehen noch auf dem Programm.

Kitzbühel – Geht es nach Axel Naglich, hätte die Hahnenkamm-Abfahrt schon am vergangenen Wochenende über die Bühne gehen können. Als „hervorragend“ bezeichnete der Kitzbühel-Rennleiter den Zustand der Streif. „Jetzt kommt nur Kosmetik“, verriet Naglich. „Wir müssen schauen, dass die Bäume weiß sind, dass man auch abseits der Pisten gescheit Skifahren kann.“ Wetterkapriolen fürchtet man in Kitz nicht.

Die Präparation der Rennpiste ist im Wesentlichen abgeschlossen, erklärte Naglich. Noch zu erledigen seien Arbeiten von kleinerem Umfang. „Es sind vor allem Sicherheitsgeschichten“, meinte der Extremskifahrer außer Dienst. „Aber auch die ganzen Nebengeräusche, zum Beispiel das Rennbüro. Das passiert alles relativ wetterunabhängig. Die gröberen Sachen sollten bis Montag erledigt sein.“

Noch im Aufbau sind auch die letzten Tribünen für den Slalom am Sonntag. „Da hat man ja noch einen Tag länger Zeit“, betonte Naglich. Die Organisatoren der Hahnenkamm-Rennen wollten dieses Jahr mehr Zuschauern die Möglichkeit geben, den Start auf dem Ganslernhang aus nächster Nähe zu verfolgen und transportierten extra Stehtribünen den Berg hinauf.

Wetter als Unsicherheits-Faktor

Die Streif sei „sehr griffig“, sagte Naglich diplomatisch. Der Kitzbüheler trat damit Gerüchten entgegen, dass die Piste heuer besonders glatt sei. „Was ein herkömmlicher Skifahrer als Eis bezeichnen würde, haben wir sehr wenig“, meinte er sogar. „Es wird aber sicher noch glatter, im Sinne von einer glasigen Spur. Es entwickelt sich schon noch ein bisschen.“

Abhängig ist die Entwicklung der Piste natürlich auch vom Wetter in den kommenden Tagen. Es soll kälter werden, zudem ist Neuschnee angesagt. „Wenn es stimmt, kommt am Dienstagnachmittag irgendetwas daher“, sagte Naglich. „Zu weiteren Aussagen lasse ich mich nicht hinreißen. Wir werden wohl oder übel von Tag zu Tag schauen müssen.“

Allzu große Bedenken hat das Organisationsteam aber nicht. „Wir haben das schon öfter so gehabt, dass am Sonntag Grabesstimmung war, dass einige schon gemeint haben, wir können es gleich absagen. Dann sind wir die Abfahrt am Ende bei blauem Himmel gefahren“, erzählte Naglich, der sich zuversichtlich gab: „Wenn es einen halben Meter schneit, werden wir damit auch fertig.“

Zwei Trainings geplant

Andere Parameter wie Wind und Nebel könnten größere Probleme verursachen, vorerst läuft jedoch alles nach Programm. Am Samstag wurde vereinbart, dass das erste Training am Dienstag vor dem ersten Schnee stattfindet. Das zweite soll nach einem Tag Pause am Donnerstag abgehalten werden.

„Mittwoch ist der Tag, der uns am wenigsten wehtut. Gesetzt den Fall, die Prognosen für den Mittwoch sind besser als für Donnerstag, können wir es noch umdrehen“, erklärte Naglich. Im Moment sieht es allerdings nicht danach aus. „Wenn man am Dienstag ein Training runterbringen kann, dann kann Mittwoch ruhig der schlechteste Tag sein.“ (APA)

78. Hahnenkammrennen - Zahlen, Daten, Fakten

Programm

DIENSTAG

11.30 Uhr: Abfahrtstraining

10.00/13.00 Uhr: Hahnenkamm Juniors (Ganslern)

DONNERSTAG

11.30 Uhr: Abfahrtstraining

FREITAG

11.30 Uhr: Super-G (live TT.com-Ticker und ORF eins)

18.00 Uhr: Startnummernvergabe Abfahrt

18.30 Uhr: Siegerehrung Super-G

SAMSTAG

11.30 Uhr: Abfahrt (live TT.com-Ticker und ORF eins)

14.00 Uhr: Kitz Charity Trophy

18.00 Uhr: Startnummernvergabe Slalom

18.30 Uhr: Siegerehrung Abfahrt anschließend Feuerwerk

SONNTAG

10.30 Uhr: Slalom, 1. Durchgang (live TT.com-Ticker und ORF eins)

13.30 Uhr: Slalom, 2. Durchgang (live TT.com-Ticker und ORF eins) anschließend Siegerehrung Slalom

Preisgeld

Abfahrt:

1. Platz (74.000 Euro), 2. Platz (37.000 Euro), 3. Platz (18.500 Euro)

Slalom:

1. Platz (74.000 Euro), 2. Platz (37.000 Euro), 3. Platz (18.500 Euro)

Super-G:

1. Platz (55.500 Euro), 2. Platz (27.750 Euro), 3. Platz (13.875 Euro)

Rekordsieger

Abfahrt:

5 - Didier Cuche (SUI) - 1998, 2008, 2010, 2011, 2012

Slalom:

5 - Ingemar Stenmark (SWE) - 1976, 1977, 1981, 1982, 1983

Super-G:

5 - Hermann Maier (AUT) - 2000, 2001, 2003, 2005, 2006