Der Reigen der Tinzltage ist eröffnet
Imst – In Imst feierte die Zunft der Bauarbeiter, Maurer und Zimmerleute ihren Tinzltag. Damit eröffnet sie traditionell den Reigen der Zunf...
Imst –In Imst feierte die Zunft der Bauarbeiter, Maurer und Zimmerleute ihren Tinzltag. Damit eröffnet sie traditionell den Reigen der Zunfttage in Imst. Nach der Zunftmesse ging’s dann ins Hotel Stern zur Auflage (Bezahlung des Mitgliedsbeitrages) und zu regem Gedankenaustausch.
Gegründet wurde die Maurer- und Zimmerleutezunft im Jahre 1460, als die Imster Bauhütte unter Meister Heinrich Parlier entstand. In diese Zeit fällt auch die Bautätigkeit rund um die Imster Pfarrkirche. In Karres wurden in diesem Zeitrahmen die Stefanskirche und in der näheren Umgebung von Imst einige kleinere Kapellen errichtet.
Seit dem Bestehen der Zunft mussten die Bauhandwerker ihren Obolus in die Zunftlade leisten. Mit diesen Mitgliedsbeiträgen wurden sozial bedürftige Arbeiter unterstützt. Heute ist die Zunft eher eine gesellschaftliche Vereinigung und es wird hauptsächlich für kulturelle und kirchliche Objekte gespendet. In alter Zeit lebte man viel bescheidener und so war der Tinzltag für die Bauleute immer ein Festtag. Meistens luden die Baumeister ihre Arbeiter zu einer Hauswurst und einem Getränk ein. Jedes Jahr wird für den Tinzltag symbolisch ein kleines Bauwerk vor dem Eingang zum Hotel Stern errichtet. (peja)