Häupl-Nachfolge - Steckbrief Michael Ludwig

Wien (APA) -...

Wien (APA) -

~ Name: Michael Ludwig (56 Jahre alt) Geburtsdatum: 3. April 1961 Wohnbezirk: Floridsdorf Familienstand: Ledig Erlernter Beruf: Abgeschlossenes Doktoratsstudium

der Politikwissenschaft und

Geschichte an der Universität

Wien;

beruflich sodann in der

Erwachsenenbildung als Kurs- und

Projektleiter sowie als

Pädagogischer Leiter der

Volkshochschule Wien Nord tätig Vorbild: Bruno Kreisky Hobbys: Literatur, Kunst und Kultur,

Laufen Haustier: Keines Lieblingsautor/in: Friederike Mayröcker, Franz Schuh,

Dietmar Grieser, Hugo Portisch Lieblingsmusiker/in oder -band: Ostbahn Kurti, Wiener Symphoniker Lieblingsessen: Fleischlaberl mit Salat Lieblingsausdruck auf Wienerisch: Drahdiwaberl (Kinderkreisel,

Kinderspielzeug) Größter Erfolg: Ausbau der Wiener Volkshochschulen Größter Misserfolg: Der zu geringe Ausbau der Wiener

Volkshochschulen Politischer Werdegang: Mich politisch zu engagieren, habe

ich zu Beginn der 1980er-Jahre

begonnen. Ich habe in einer

kleinen Sektion in Floridsdorf

mitgearbeitet. Später dann war ich

als Bezirksrat tätig. Ich war als

Bundesrat und im Wiener

Gemeinderat aktiv. Seit 2007 bin

ich Wiener Wohnbaustadtrat.

Ab 1981 u.a. als Bildungsreferent

Ab 1991 Bildungssekretär der SPÖ

Wien und Landesstellenleiter der

Renner-Institutes

1994-1995 Bezirksrat in

Floridsdorf

1996-1999 Mitglied des Bundesrats

1999-2007 Abgeordneter zum Wiener

Landtag und Mitglied des

Gemeinderats

Seit Jänner 2007 Amtsführender

Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und

Stadterneuerung

Vizebürgermeister und

Landeshauptmann-Stellvertreter von

Wien (2009-2010)

Vorsitzender der SPÖ Floridsdorf

stv. Vorsitzender der Wiener SPÖ

Mitglied des

Bundesparteivorstandes der SPÖ

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender ~

APA: Warum sollen die Delegierten eher Sie als Andreas Schieder wählen?

Ludwig: Mir geht es darum, Verantwortung für Wien zu übernehmen, mein Interesse ist, die Zukunft der Stadt zu gestalten. Ich habe eine verantwortungsvolle Tätigkeit in der Wiener Stadtregierung. Diese Verantwortung insbesondere für die Wienerinnen und Wiener nehme ich sehr ernst. Ich denke, ich habe das in den letzten zehn Jahren in der Wiener Stadtregierung auch unter Beweis gestellt.

Jetzt geht es um die Zukunft. Ich komme aus einfachen Verhältnissen, bin in einer kleinen Gemeindewohnung aufgewachsen. Das hat mich geprägt. Die Sozialdemokratie hat mir die Chance gegeben, dass ich durch Einsatz und Lernen aufsteigen kann.

Ich habe Wien viel zu verdanken, ich will etwas zurückgeben.

Politik ist kein Selbstzweck. Es geht immer darum, nach Lösungen zu suchen, Lösungen anzubieten und Lösungen umzusetzen. Und als Bürgermeister habe ich die Interessen der Stadt im Blick, ich will ein Bürgermeister für alle Wienerinnen und Wiener sein. Ich will alle ins Boot holen, und schauen, dass keiner zurückbleibt. Ich stehe dafür, Brücken zu bauen. Unterschiede überwinden werde ich durch Reden, Reden, Reden - so entstehen gemeinsame Lösungen, die halten.

Wir müssen die Sorgen und die Unzufriedenheit der Menschen erkennen, und nicht uns in der Blase gegenseitig den Kurs bestätigen. Ich werde ein Bürgermeister und Parteivorsitzender sein, der redet, handelt, führt. Wer die Richtung kennt, findet auch die Wege. Wer das Problem erkennt, schafft auch die Lösung. Und wer die Lösung schafft, der gewinnt auch Wahlen.

Deshalb kandidiere ich auch am 27. Jänner.

APA: Wie würden Sie ihren Kontrahenten mit drei Worten beschreiben?

Ludwig: Ehrgeizig, flexibel, selbstbewusst.

APA: Wie würden Sie den typischen Wiener mit drei Worten beschreiben?

Ludwig: Fleißig, gemütlich und manchmal „raunzerd“.

APA: Welches konkrete Projekt wollen Sie als Bürgermeister als erstes in Wien umsetzen?

Ludwig: Wir müssen eine Stadt der Zukunft entwerfen, da geht es um das Stadtbild, das gute Leben, um Kultur und Kreativität, um Standortqualität und Nachhaltigkeit - das alles bündelt sich im Wohnbau. Wir werden erstmals die Internationale Bauausstellung, die IBA Wien, ausrichten - da wird die Welt nach Wien kommen, um in die Zukunft der Stadt zu schauen.

APA: Was werden Sie von der Art und Weise, wie Michael Häupl die Bürgermeisterrolle angelegt hat, übernehmen und was werden Sie anders machen?

Ludwig: Ich werde auf die Bodenständigkeit, die Michael Häupl auszeichnet, besonderen Wert legen. Gleichzeitig aber bedürfen neue Zeiten auch neue Antworten. Allein dieser Umstand bringt bereits Unterschiede mit.

APA: Ihr Lieblingszitat von Häupl?

Ludwig: „Wissenschaft fordert primär den Verstand heraus - Kunst das Gefühl. Beide sind ‚Schwestern im Geiste‘.“

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA190 2018-01-15/11:44