UNO-Vermittler vor Treffen zu Mazedonien-Namensstreit optimistisch
Skopje/Athen/New York (APA) - Vor der neuen griechisch-mazedonischen Gesprächsrunde zum langjährigen Namensstreit hat sich der UNO-Sonderver...
Skopje/Athen/New York (APA) - Vor der neuen griechisch-mazedonischen Gesprächsrunde zum langjährigen Namensstreit hat sich der UNO-Sondervermittler Matthew Nimetz optimistisch gezeigt. Es gebe Fortschritte im Streit um den Namen der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien, so Nimetz in einem Interview mit dem griechischen Staatsfernsehens ERT. Vertreter der beiden Seiten treffen am Mittwoch in New York aufeinander.
Die neue mazedonische Regierung (seit Anfang Juni im Amt, Anm.) sei sehr daran interessiert, die Streitfrage zu lösen, berichtete die mazedonische Presseagentur MIA unter Berufung auf den UNO-Sondervermittler. Auch die griechische Seite ist Nimetz‘ Meinung nach der Ansicht, dass es eine gute Gelegenheit für Griechenland sei, die Streitfrage zu lösen.
Der UN-Vermittler hat hohe Diplomaten der beiden Staaten zu einem Treffen am Sitz der UNO in New York eingeladen. Es soll am 17. Jänner stattfinden, wie Nimetz mitteilte - ohne zu sagen, welchen Namen er vorschlagen will. Bereits in der Vorwoche trafen einander die Außenminister der beiden Staaten, Nikos Kotzias und Nikola Dimitrov, in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki.
Der Namensstreit zwischen Athen und Skopje dauert seit 1991 an. Griechenland will, dass Mazedonien seinen Namen ändert, weil auch der nördliche Teil Griechenlands den Namen Mazedonien trägt und Gebietsansprüche befürchtet werden. Athen blockiert daher seit 2005 den Beginn von EU-Beitrittsgesprächen ebenso wie die NATO-Mitgliedschaft des Nachbarlands. Diplomaten in Athen gingen am Montag davon aus, dass der UN-Vermittler den Namen Neu-Mazedonien vorschlagen könnte.