Rumänischer Sozi-Chef: Tudose hat Konflikte gefördert

Bukarest (APA) - In Rumänien hat der Chef der regierenden Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, für Dienstagvormittag eine weitere Sitzung des Ex...

Bukarest (APA) - In Rumänien hat der Chef der regierenden Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, für Dienstagvormittag eine weitere Sitzung des Exekutivrates seiner Partei angekündigt, auf der der Nachfolger des zurückgetretenen Regierungschefs Mihai Tudose festgelegt werden soll.

Er werde der Partei diesmal keinen eigenen Wunschkandidaten vorschlagen, da er offenkundig „ein schlechtes Händchen“ bei Regierungschefs habe, sagte Dragnea am Montagabend auf einer Pressekonferenz.

Es bedrücke ihn, dass seine Partei sich alle sechs Monate von einem Premierminister trennen müsse, doch gehe es ihm vor allem um eine lückenlose Umsetzung des Regierungsprogramms, so Dragnea. Dem zurückgetretenen Tudose warf der Parteichef vor, sowohl innerparteiliche als auch innerhalb der Regierung bestehende Konflikte gefördert statt abgebaut zu haben. Die Kollegen hätten zu Jahresbeginn „Bilanzen sowie Maßnahmen und Pläne für 2018“ erwartet, stattdessen habe sich der Premierminister auf Kabinettsmitglieder eingeschossen, sagte der wegen Wahlbetrugs vorbestrafte PSD-Chef.

Bezüglich der Beauftragung eines weiteren Sozialdemokraten mit der Regierungsbildung durch Staatschef Klaus Johannis (Iohannis) erklärte sich Dragnea überzeugt, dass das Staatsoberhaupt „die Verfassung respektieren und der Parlamentsmehrheit Rechnung tragen wird“.