Europas Leitbörsen zur Eröffnung fester erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Gewinne an den asiatischen Börsen dürften am Dienstag den europäischen Aktienmarkt stützen und womöglich f...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Gewinne an den asiatischen Börsen dürften am Dienstag den europäischen Aktienmarkt stützen und womöglich für eine moderate Erholungsbewegung sorgen. Bremsend könnte allerdings nach wie vor der starke Euro wirken. Der Euro-Stoxx-50 ließ gegen 8.30 Uhr einen um 0,33 Prozent höheren Handelsstart mit 3.611 Zählern erwarten.

Der F-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine halbe Stunde vor dem Börsenauftakt ein Plus von 0,29 Prozent auf 13.229 Punkte. In London wurde der FT-SE-100 mit einem knappen Plus von 0,06 Prozent und einem Punktestand von 7.719 Einheiten erwartet.

Den Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland und Großbritannien, die heute im Laufe des Vormittags veröffentlicht werden, dürften geringe Aufmerksamkeit zukommen. Am frühen Nachmittag wird in den USA der Empire-State-Index für den Jänner präsentiert. Die Umfrage der New Yorker Fed im Verarbeitenden Gewerbe könnte als einer der ersten Konjunkturindikatoren in diesem Monat für Impulse sorgen.

Charttechnisch betrachtet halte die Richtungssuche weiter an. „Eine klare Tendenz, für welche Richtung sich der Markt entscheiden wird, gibt es nicht“, sagte Analyst Christian Schmidt von der Helaba. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass der übergeordnete Aufwärtstrend noch immer Bestand habe, ergänzte er und wird in seiner Einschätzung von Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel unterstützt: „Der DAX hat zwar die Dynamik des Jahresanfangs verloren, scheint aber doch eher nach oben als nach unten zu wollen.“

Der Euro hielt sich am Morgen in der Nähe seines tags zuvor erreichten Dreijahreshochs, bröckelte zuletzt aber etwas ab und kostete 1,2235 US-Dollar. Eine starke Gemeinschaftswährung gilt als mögliche Belastung für die exportstarke Unternehmen, da sie ihre Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums tendenziell verteuert.

Die Deutsche Bank steht erneut wegen einer Klage im Fokus. Gegen sie und acht weitere Finanzinstitute reichte ein Pensionsfonds aus Colorado vor einem US-Gericht Klage ein. Dabei geht es um Vorwürfe, dass diese Häuser in den Jahren zwischen 2007 und 2014 den kanadischen Referenzzins manipuliert haben sollen. Die Papiere der Deutschen Bank reagierten allerdings vorbörslich darauf kaum.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA056 2018-01-16/08:49