Rauchverbot - SPÖ: Gesundheit der Bevölkerung ist Regierung egal

Wien (APA) - SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner hat sich am Dienstag vom Ergebnis der GfK-Umfrage der Ärzteinitiative gegen Rauch...

Wien (APA) - SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner hat sich am Dienstag vom Ergebnis der GfK-Umfrage der Ärzteinitiative gegen Raucherschäden, wonach 70 Prozent der Österreicher gegen ein Kippen des Rauchverbots in der Gastronomie sind, bestätigt gesehen. „Ein weiterer Beweis, dass die Bundesregierung hier ganz klar gegen die Interessen der Bevölkerung agiert“, hieß es in einer Aussendung.

Die ehemalige Gesundheitsministerin hoffe, dass „die täglich breiter werdende Allianz gegen diesen gesundheitspolitischen Rückschritt die Regierung noch stoppen“ könne. FPÖ und ÖVP verabschiedeten sich mit der angekündigten Rücknahme des generellen Rauchverbots in der Gastronomie von jeder faktenbasierten Gesundheitspolitik. Die meisten europäischen Länder hätten bereits vor Jahren Rauchverbote eingeführt, Krankheiten wie Herzinfarkte oder Atemwegserkrankungen nähmen dort signifikant ab. In Österreich hingegen würden jährlich rund 13.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben.

Es gibt mit der „Don‘t Smoke“-Petition der österreichischen Krebshilfe mit 440.000 Unterschriften oder dem eingeleiteten Volksbegehren der Wiener Ärztekammer eine breite überparteiliche Allianz fürs Rauchverbot, der sich auch einige ÖVP-Gesundheitslandesräte angeschlossen haben. „Aber die schwarz-blaue Regierung zeigt, dass ihr die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung offenbar nichts wert ist“, wurde Pamela Rendi-Wagner zitiert.