Bischof Gletter lobte neuen Generalvikar als Tirol- und Kirchenkenner
Innsbruck (APA) - Der Bischof der Diözese Innsbruck, Hermann Glettler, hat am Dienstag den designierten Generalvikar Florian Huber als Kenne...
Innsbruck (APA) - Der Bischof der Diözese Innsbruck, Hermann Glettler, hat am Dienstag den designierten Generalvikar Florian Huber als Kenner der Kirche und des Landes Tirol gelobt. „Außerdem ist er flexibel und belastbar, was für diese Funktion wichtig ist“, meinte Glettler bei der Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des neuen Generalvikars.
„Die Führung muss das Land kennen“, meinte Glettler: „Schließlich bin ich ein Bischof mit Migrationshintergrund“, sagte er scherzhaft in Hinblick auf seine steirische Herkunft. Florian Huber habe seine bisherigen Leitungsaufgaben mit großer Umsicht wahrgenommen. „Mein Kopf- und Bauchgefühl sagt mir, dass wir uns auf einen guten gemeinsamen Weg begeben werden“, sagte der Bischof über das neue diözesane Führungs-Duo.
„Der Generalvikar muss Konflikte und Krisen mit einer gewissen Gelassenheit nehmen“, führte Glettler weiter aus. Er habe eine andere Aufgabe als der Bischof, der eher „good Cop“ sei.
Der „bad Cop“ Florian Hubert selbst betonte, dass er sich „inzwischen positiv auf sein neues Amt eingestimmt“ habe. „Ich durfte es mir lange überlegen und habe am 5. Jänner schließlich zugesagt“, sagte der designierte Generalvikar, der am 2. Februar seine Tätigkeit aufnimmt.
Glettler und Huber verbindet die Liebe zur modernen Kunst. „Wir kannten uns bereits von 2001 und dem damaligen ?Aschermittwoch der Künstler ? im Dom St. Jakob“, so Huber. Glettler habe damals gepredigt. „Ich bin das ?Alter-Ego ? des Bischofs, es wird definitiv ein ?Fall für Zwei ?“, scherzte Huber in Hinblick auf das ab 2. Februar aktive Bischof-Generalvikar-Gespann. Als zukünftige Aufgaben dieses Führungsduos machte Gletter unter anderem die Umsetzung der Seelsorgeräume aus. Auch den „Glauben aufwecken“ will der neue Bischof, und Menschen in der Krise wolle man besondere Aufmerksamkeit schenken.
Florian Huber wurde am 15. März 1954 in Kufstein geboren. Er studierte zunächst Mathematik-Physik und wollte Lehrer werden. Später wandte er sich der katholischen Theologie zu, wurde 1981 zum Priester geweiht und promovierte 1989 „sub auspiciis praesidentis rei publicae Austriae“. Von 1993 bis 2004 war er außerdem Leiter des Seelsorgeamtes der Diözese Innsbruck, ab 2004 Dompfarrer und Probst in St. Jakob in Innsbruck.