Iran - Von USA geplante Truppe in Syrien verletzt das Völkerrecht
London/Damaskus (APA/Reuters) - Irans Präsident Hassan Rouhani hat die von den USA geplante Aufstellung einer 30.000 Mann starken Rebellentr...
London/Damaskus (APA/Reuters) - Irans Präsident Hassan Rouhani hat die von den USA geplante Aufstellung einer 30.000 Mann starken Rebellentruppe in Syrien entlang der Grenze zur Türkei und Irak als Bruch des Völkerrechts kritisiert.
Wie zuvor schon Russland und die Türkei lehnt auch Iran die Grenztruppe vehement ab, die nach dem Willen einer von den USA geführten Koalition unter der Führung der syrischen Kurdenmiliz YPG stehen soll.
Ihre Aufstellung verletze die syrische Souveränität, sagte Rouhani laut Berichten der Staatsmedien. Das Außenministerium in Teheran hatte zuvor gewarnt, die Truppe würde „die Flammen des Krieges anfachen“.
Die syrische Regierung hat damit gedroht, die geplante Truppe zu vernichten und die in Syrien eingesetzten US-Soldaten aus dem Land zu jagen. Die türkische Regierung, die sich vor allem daran stört, dass die Grenztruppe von einer kurdischen Miliz dominiert wird, sprach von einer „Terrorarmee“. Die Türkei werde sie zerschlagen, bevor sie überhaupt richtig entstanden sei.
Die USA haben eine internationale Koalition angeführt, die mit Luftangriffen und Spezialtruppen jene Milizen unterstützte, die gegen die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) kämpften, aber auch gegen die syrische Regierung. Das Engagement der USA beschränkte sich auf die Peripherie des seit sieben Jahren anhaltenden Bürgerkrieges. Der IS ist inzwischen weitgehend geschlagen und die syrische Armee hat mit Unterstützung Russlands und Irans in den vergangenen zwei Jahren Extremisten und Rebellen zurückgedrängt.