„Ein sehr stabiles Genie“ - Perlen von Donald Trumps Twitter-Konto
Washington (APA) - US-Präsident Donald Trump bevorzugt sein persönliches Twitter-Konto @realdonaldtrump als Kommunikationskanal mit der Auße...
Washington (APA) - US-Präsident Donald Trump bevorzugt sein persönliches Twitter-Konto @realdonaldtrump als Kommunikationskanal mit der Außenwelt. Mehrmals am Tag meldet er sich mit Anmerkungen und Kommentaren zu Wort, sehr häufig in einem aufgeregten Ton.
Daher sorgen seine Tweets regelmäßig für heftige Reaktionen - von Amüsement bis Empörung. Im Folgenden eine Auswahl einiger seiner „schlagkräftigsten“ Mitteilungen in Übersetzung der APA bzw. anderer Nachrichtenagenturen:
Über sich selbst und die Vorwürfe, er sei „instabil“:
„Ich wurde von einem SEHR erfolgreichen Unternehmer zu einem TV-Top-Star und dann zum Präsidenten der Vereinigten Staaten (beim ersten Versuch). Ich denke, das heißt nicht nur, schlau zu sein, sondern ein Genie - und auch noch ein sehr stabiles Genie!“ (7. Jänner 2018)
Über die Berichte, er habe in einer Besprechung Haiti und afrikanische Länder als „Drecksloch-Staaten“ bezeichnet:
„Das wurde von den Demokraten erfunden. Ich habe ein wundervolles Verhältnis zu den Haitianern. Vielleicht sollte ich künftige Meetings aufzeichnen - leider kein Vertrauen!“ (12. Jänner 2018)
Über Michael Wolff, den Autor eines Enthüllungsbuches über Trump und dessen Informanten Steve Bannon, Trumps früheren Berater:
„Michael Wolff ist ein völliger Loser, der Geschichten erfunden hat, um dieses total langweilige und unwahre Buch zu verkaufen. Er benutzte den Schmuddeligen Steve Bannon, der weinte, als er gefeuert wurde und um seinen Job bettelte. Jetzt wurde der schmuddelige Steve wie ein Hund von fast allen fallen gelassen. So ein Pech!“ (6. Jänner 2018)
Nachdem der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un zu Neujahr mit dem Atomknopf gedroht hatte:
„Würde ihn bitte jemand aus seinem verarmten und ausgehungerten Regime informieren, dass ich auch einen Atomknopf habe - aber er ist viel größer & stärker als seiner, und mein Knopf funktioniert!“ (3. Jänner 2018)
Über den von ihm mehrmals in Zweifel gezogenen Klimawandel:
„Im Osten könnte es der KÄLTESTE Silvesterabend werden, der jemals registriert wurde. Vielleicht könnten wir ein bisschen von dem guten alten Treibhauseffekt gebrauchen, vor dem sich unser Land - anders als andere Länder - mit Zahlungen von BILLIONEN VON DOLLAR hatte schützen wollen. Zieht euch schön warm an!“ (29. Dezember 2017)
Über die Medien, denen er häufig „Fake News“ an den Kopf wirft:
„Wow, über 90 Prozent der Berichterstattung der Fake-News-Medien über mich ist negativ, mit zahlreichen erzwungenen Rückziehern bei unwahren Geschichten. Daher verwende ich die Sozialen Netzwerke, es ist der einzige Weg, um die Wahrheit hinauszutragen. Ein großer Teil der Mainstream-Medien ist ein Witz geworden!“ (13. Dezember 2017)
„Die Fake-News Medien (die fehlerhaften @nytimes, @NBCNews, @ABC, @CBS, @CNN) sind nicht mein Feind, sondern der Feind des amerikanischen Volkes!“ (17. Februar 2017)
Über seine frühere Gegnerin im Präsidentschaftswahlkampf, die demokratische Ex-Außenministerin Hillary Clinton:
„Die betrügerische Hillary Clinton ist die schlechteste (und größte) Verliererin aller Zeiten. Sie kann einfach nicht aufhören, was so gut für die Republikanische Partei ist. Hillary, mach mit deinem Leben weiter und versuche es in drei Jahren noch einmal!“ (18. November 2017)
„Ich wurde kürzlich gefragt, ob die betrügerische Hillary Clinton (bei den Präsidentschaftswahlen, Anm.) 2020 wieder antritt? Meine Antwort war: ‚Ich hoffe es!‘“ (16. Oktober 2017)
Über das Verhältnis der USA zu Nordkorea und möglichen Verhandlungen mit der Regierung in Pjöngjang:
„Reden ist nicht die Antwort“ (30. August 2017)
Über die Untersuchungen gegen seinen Sohn Donald Trump Jr. in der Russland-Affäre:
„Das ist die größte Hexenjagd der Geschichte.“ (12. Juli 2017)
Über sein Verhalten auf Twitter:
„Meine Nutzung der sozialen Medien ist nicht präsidentenmäßig. Sie ist modern präsidentenmäßig.“ (1. Juli 2017)
Über die Presse aka missglückter „covfefe“-Tweet:
„Trotz der dauernden negativen Presse covfefe“ - nach dem Wort „covfefe“ bricht der Tweet mitten im Satz ein. Kurz darauf löscht der Präsident den Eintrag, was damit gemeint war, erklärt er nicht. (31. Mai 2017)
Bisher unbelegte Behauptungen über seinen Vorgänger Barack Obama:
„Wie tief ist Präsident (Barack) Obama gesunken, meine Telefone während des heiligen Wahlprozesses anzuzapfen. (...) Böser (oder kranker) Typ!“(4. März 2017)
Über den früheren US-Gouverneur Arnold Schwarzenegger:
„Ja, Arnold Schwarzenegger hat einen wirklich schlechten Job als Gouverneur von Kalifornien gemacht, und noch schlechter in Apprentice ... aber zumindest hat er sich bemüht!“ (3. Februar 2017)
Über seine Pläne zur Einreiseverboten für Bürger bestimmter Länder:
„Unser Land braucht starke Grenzen und extreme Kontrollen, JETZT. Schaut euch an, was in Europa und der Welt passiert - ein entsetzliches Chaos!“ (29. Jänner 2017)
Am Tag seiner Amtseinführung:
„Heute fängt alles an. Ich sehe Euch um 11.00 Uhr (17.00 MEZ) zur Vereidigung. DIE BEWEGUNG GEHT WEITER - DIE ARBEIT BEGINNT!“ (20. Jänner 2017)