Imst

Kinder und Jugendliche geben dem Mut ein Gesicht

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HAK-Schüler und Kinder der Kinderhorte beschäftigten sich mit dem Thema Mut. Das Resultat ist in einer Ausstellung zu sehen.

Von Hubert Daum

Imst –„Die Philosophie und das Tun von SOS-Kinderdorf werden von Mut getragen. Das Resultat sind 135 SOS-Kinderdörfer in der ganzen Welt“, erklärte Walter Anyanwu von der Hermann-Gmeiner-Akademie. Damit schlug er die Brücke zur Ausstellung „Mut auf dem Lebensweg“ im SOS-Kinderdorf-Begegnungszentrum am Stadtplatz. Er wollte das Jahresthema seiner Bildungseinrichtung, „Mut“ als Gegenspieler der Angst, auch im Bezirk Imst zu den jungen Leuten tragen und fand in der Handelsakademie (HAK) Imst und den zwei Kinderhorten „Mobile“ offene Arme, begleitet von Gabriella Schatz.

Acht Klassen der HAK beschäftigten sich ein Jahr lang mit dem Leitthema des SOS-Kinderdorfes. Das Philosophieren über Werte in der Schule begeistert den HAK/HAS-Lehrer und Ausstellungsmacher Peter Hinterholzer: „Unsere Fächer Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz, Religion und Ethik sind geradezu prädestiniert, über Werte wie Mut zu reden. Ich hoffe, dass sich durch die Beschäftigung mit dem Thema die Haltung ‚Mut ist größer als Angst‘ in den Herzen und Köpfen der Schüler einprägt.“ Wichtig sei allerdings, dass nicht nur darüber geredet wird, sondern die Resultate auch interaktiv visualisiert werden.

Und das taten die Schüle­r in Form von 35 Ausstellungsstücken, die die Vielfalt des Zuganges ausdrücken: die bewegliche Sanduhr, auf der das Gute immer siegt, das Spiel „Mutivity“, das Mut- und Sprachenmobile an der Decke oder die Mutmauer gegen Hass. „Mich beeindruckt der Einsatz der Schüler“, fügt HAK-Direktor Gerald Schabe­r hinzu, „es wurde sogar ein Film produziert und von der IT-HAK in monatelanger Arbeit ein eigenes Spiel programmiert.“

Spielerisch beschäftigten sich auch die Kinder der zwei Kinderhorte „Mobile“ mit dem Thema. „Gemeinsam mit Walter und Gabriella sprachen wir mit den Kindern über Probleme und Konfliktlösungen“, berichtet Hortleiterin Birgit Lechner, „dann kreierten wir drei Objekte.“ Auf einer großen Leinwand wurde der Lebensweg kindgerecht dargestellt, ein aufgeklebter Löwenkopf symbolisiert die mutigen Tiere und zwei Mosaikbilder stellen die Angst und den Mut gegenüber.

„Als Klassenvorständin ist es mir wichtig, dass sich meine Schüler zu mutigen Menschen entwickeln“, ergänzt Lehrerin Sonja Schwarz-Dum.

Die „Mut-Ausstellung“ im SOS-Begegnungszentrum am Imster Stadtplatz ist bis zum 24. Februar (Di., Do., Fr. 14–17 Uhr) geöffnet.

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