Europas Leitbörsen zu Mittag knapp im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf ihre Verluste zwar eingedämmt aber entscheidende Impuls...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf ihre Verluste zwar eingedämmt aber entscheidende Impulse blieben dünn gesät. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 4,44 Einheiten oder 0,12 Prozent auf 3.617,57 Punkte. Während die schwachen Vorgaben aus den USA und der starke Euro etwas belastet haben, brachten einige Geschäftsberichte etwas Schwung in den ansonsten ruhigen Handel. Nach der jüngsten Gewinnstrecke lassen Anleger Vorsicht walten.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.30 Uhr mit 13.221,86 Punkten und minus 24,47 Einheiten oder 0,18 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London verlor um 17,36 Zähler oder 0,22 Prozent und steht nun bei 7.738,57 Stellen.

Die Teuerung in der Eurozone hat sich zum Jahresende 2017 hin leicht rückläufig entwickelt. Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,4 Prozent, teilte das europäische Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mit. Im November hatte die Inflationsrate im gemeinsamen Währungsraum etwas höher gelegen, bei 1,5 Prozent.

Unterdessen hat sich die Produktion im Baugewerbe hat sich in der EU im November des Vorjahres gegenüber dem Oktober wieder erholt. Hatte es im Oktober 2017 noch einen Rückgang um 0,7 Prozent gegeben, drehte sich im November das Ergebnis auf ein Plus von 0,6 Prozent.

Am Nachmittag stehen in den USA Zahlen zur Industrieproduktion sowie der Konjunkturbericht der US-Notenbank, das sogenannte Beige Book, am Programm.

Während die Bankwerte mit Abschlägen notierten, zeigten sich Technologie-Aktien mit Kursgewinnen. So hat der Chipausrüster ASML im vergangenen Jahr kräftig vom Branchenboom profitiert. Der Umsatz stieg um ein Drittel auf 9,05 Milliarden Euro. Die Aktien stiegen mit plus 4,6 Prozent an die Spitze des Euro-Stoxx-50.

In Frankreich wartete Alstom mit einer Zahlenvorlage auf. Die Alstrom-Titel legten um 1,9 Prozent zu. Der Konzern legte für das dritte Quartal volle Auftragsbücher vor. Von Oktober bis Dezember summierten sich die Aufträge auf 1,7 Mrd. nach einer Milliarde in der Vergleichsperiode im Jahr zuvor.

In London sackten die Aktien von Burberry um über sieben Prozent ab. Der Umsatz des Modeunternehmen fiel überraschend niedrig aus. Auch Melrose fielen um 1,5 Prozent. Der Industriekonzern legte neuerlich ein höheres Übernahmeangebot von 7,4 Mrd. Pfund für den Komponentenhersteller GKN vor. Die Übernahmeabsichten waren bereits vergangene Woche bekannt geworden, von GKN wurde jedoch diese wie auch das aktuelle Angebot abgelehnt. Die Aktien des Komponentenherstellers gewannen nur 0,05 Prozent.

In der Schweiz gaben die ABB-Titel um 0,3 Prozent nach, obwohl der Industriekonzern in Indonesien einen größeren Auftrag erhalten hat. Dieser kommt von einem Konsortium aus den Firmen Doosan Heavy und der staatseigenen PT Hutama Karya und beläuft sich auf über 40 Millionen US-Dollar.

Außerdem stiegen Nestle um 0,6 Prozent. Der Lebensmittelriese verkauft sein US-Süßwarengeschäft für umgerechnet 2,29 Milliarden Euro an Ferrero. Die Transaktion werde voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2018 nach den üblichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA306 2018-01-17/12:53