Mapuche-Anschlag in Südchile vor Ankunft des Papstes
Santiago de Chile (APA/dpa) - Wenige Stunden vor der Ankunft von Papst Franziskus in Südchile sind in der Region drei Hubschrauber in Brand ...
Santiago de Chile (APA/dpa) - Wenige Stunden vor der Ankunft von Papst Franziskus in Südchile sind in der Region drei Hubschrauber in Brand gesetzt worden. Am Tatort des Anschlags auf ein Forstunternehmen wurden von indigenen Mapuche-Aktivisten unterzeichnete Flugblätter gefunden, erklärte der Gouverneur der Provinz Arauco, Humberto Toro, dem Sender Radio Cooperativa am Mittwoch (Ortszeit).
150 Kilometer weiter südlich war in Temuco eine Messe mit dem Papst geplant, in der er sich zu der Unterdrückung der Mapuche äußern sollte. Das Volk der Mapuche fordert seit Jahrzehnten die Rückgabe enteigneter Ländereien. Viele von ihnen befinden sich heute in den Händen von Forstunternehmen.
Weitere Brandanschläge wurden in der Nacht auf Mittwoch auf eine Schule und eine Kirche in Collipulli, 90 Kilometer nördlich von Temuco, verübt. Auch dort wurden Flugblätter hinterlassen, auf denen die Freilassung inhaftierter Mapuche-Aktivisten gefordert wird. Rund neun Prozent der chilenischen Bevölkerung bezeichnen sich als Mapuche.